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5 (1851)
Entstehung
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aus der Burg Truellis, welche von den eingedrungenen Germaneneinst !m Waadtlande gebaut, von den Helvetiern wieder erobert,nachher' von Cäsar verbrannt worden wäre. Allein der Lollhard,erhaben über den nichtigen Tand der Leidenschaften und über dasvorüberfliehcnde Treiben der Sinnenwelt, beachtete nichts, als dasvor ihm schwebende unerreichbare Urbild der inner» Vollendung,und Alles konnte nur zn höherm Aufschwung seiner Andacht ge-reichen.

Die beiden Alten verstanden einander auch nach mehreren Tagennicht, und gerade deswegen wurden sie, wie eS gewöhnlich ge-schieht, um so erpichter, einer den andern zu belehren und zn be-kehren ; denn sic liebten sich. Ihre Herzen blieben im besten Vcr-ständniß.

35.

Die Schlacht bei St. Ja tob.

Während die Greise nun im Thurm von Rorc Bilder und Ge-schichten ihrer Jugend auffrischten, ihre später» Abenteuer undGlückswechsel einander vertraulich mittheilten, oder ihre Bekeh-rnngSversuche fortsctztcn, verbreiteten sich in der letzten Nugnst-woche sehr widersprechende und bennrnhigende Gerüchte über denGang des Krieges, die bald alle Aufmerksamkeit an sich rissen.Der Dauphin von Frankreich, hieß cs, sei mit ungeheurer Kriegs-macht über Basel gegen de» Jura gedrungen; habe bei dieser Stadtein Heer der Eidgenossen, 4000 Mann stark, bis ans den letztenMann niedergehauen, also daß Keiner entkommen sei, und rückenun unanfhaltsam vor, das ganze Schweizerland einznnehmcn. Manbot zur Bestätigung dessen nicht nur die Abschrift eines Briefesumher, den Thüring von Hallwyl der ältere an den Markgraf