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Uch demuthsvoll nieder und sagte: „Seid Ihr cs denn wirklich,Freiherr Jörg von End, oder ist'S Euer abgeschiedener Geist, derwegen des Schatzes umgeht? Wie haben Euch die Jahre ver-wandelt! Erkennet Ihr mich, mein ehemaliger Freund und Ge-bieter?"
Der Lollhard antwortete nicht, bewegte sich nicht, sondern be-trachtete mit Befremden und Erstaunen den knienden Greis.
Nach einer langen Stille, kn welcher der bußfertige Ritter dieAugen zu Boden gesenkt hielt, hob dieser abermals die Händeflehend empor und sagte: „Noch hat sich mein Knie vor keinemAndern gebeugt, als vor Gott und des römischen Königs Majestät.Aber der Meineidige beugt cs jetzt reuig vor seinem Herr», dener betrogen und zum armen Bettler gemacht. Die Truhe vonGrimmcnflcin ruht aber noch in diesem Eisenkastcn; und was ichvom Schatz an Gold entwendet habe, sollet Ihr an liegenden Grün-den zurückempfahcn, alles bis aus de» letzten Heller. Sprechetdarum mir voll Erbarmens Eure Gnade und Vergebung zu, ansdaß ich Elender von meiner langen Angst erlöset werde und imFrieden von hinnen scheide."
Der Lollhard sprang hastig vom Sitze, blieb aber wie gebanntund erstarrt stehen. Da derselbe immer hartnäckiger im Schwei-gen bcharrte, hob der gebeugte Rüdiger, mit Thräncn im Auge,an zu erzählen, wie er den Freiherr» vergeblich einst in Konstanzgesucht und nicht mehr erfahren können, wohin sich derselbe gewandtgehabt hätte; darauf sei er, Rüdiger, der Versuchung des Teufelsunterlegen und mit dem Schatz von Grimmenstein in die väterlicheBurg Rorc gezogen.
Der Lollhard zuckte einigemal auf, als wollte er reden. End-lich, ohne die Beichte vollenden zu lassen, schrie er mit gewaltigerStimme: „Seid Ihr denn Günther von der Weide?"
„So hieß ich mich ans Grimmcnflcin. Auch mein Name so-