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gesucht, erjagt und überrascht sein. Wie gern war' ich bei Euchim Freihof! Gehet, machet die Engel des Himmels jauchzen!"Mit diesen Worten ritt Jsenhofer, heiter grüßend, über den Brücken-steg, und die Andern setzte» ihren Weg zwischen den Rcbhügelnunter den, Huugerberg und den weidcnbekränztcn Aarufern zur Stadtfort. Erst jetzt gereute es den Lollhard, den frcnndliche» Fremdennicht näher um das befragt zu haben, was ihn im Freihof erwarte.Er sah nach ihm zurück, Jsenhofcr war schon hinter Gebüschen,Hütten und Hügeln davon. Als der Lollhard die Bürger, die ihnstrengen Schrittes begleiteten, nach dem Namen des unbekanntenMannes fragte, wußte ihn keiner derselben zu nennen,
Bald lag die Stadt vor ihnen, deren altersgraue Gebäude undThor- und Kirchenthürme das Innere einer vielschartigen hohenMauerkrone auSfklltc», Nahe bei der Ringmauer, oberhalb derBrücke, stieg der breite , gevierte Thurm Nore auf, dessen Nord-seitc gegen das Ufer mit sechs über einander stehenden schmalenFenstern, die bewohnbare Geräumigkeit des uralten Baues be-zeugten Der Lollhard, wie er über den Strom dahin blickte,legte schnell die Hand auf sein Herz, als wollt' er eine schmerz-lich-süße Bewegung desselben hemmen. Denn er dachte: „MeineVeronika, mein Kind, bist du in einem dieser Thurmzimmcr?"Er konnte das Feuchtwerdcn seiner Augen nicht verhindern,
lieber die zwiefachen Brücken und durch das zwiefache Stadt-thor hinauf zum Burggraben des Freihofs gelangt, sprang er raschvom Gaul, Er ging über den Hofraum zur Thurmpforte, indemer seinen bisherigen Begleitern, die sein Roß den hcrbeispringendcnKnechten gaben, Lebewohl zurief. Die finstere Burgsticgc heruntertrat ihm aber der alte Rüdiger entgegen. Dieser blieb verstummtvor ihm stehen.
Der Lollhard verbeugte sich grüßend und sprach: „Junker GangolfTrüllcrev hat mich von GöSgen hicher führen lassen, wo ich ge-