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5 (1851)
Entstehung
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fangen halte. Run, desto besser! Ihr seid schon frei. Seid mirgegrüßt, Freiherr von End. Ziehet denn wohlgemuth zum Freihofnach Aarau in Gesellschaft dieser ehrenwerthen Herren. Ich setzemeinen Weg nun fröhlicher fort, und will und muß den Junkersehen. Erwartet unsere Rückkehr im Thurm Nore, Ritter Jörgvon End!"

— Verkennet und kränket mich nicht mit Euerm Getitel! —rief der Lollhard: Ich bin kein Ritter, kein Jörg von End! DerMensch, vom Geiste Gottes bewegt, steht Wohl höher, als EuerKinderspiel ihn machen will. Der Blödsinn jener vom Weltvaterabgefallcnen Geschöpfe träumt, den Menschen durch Anklebungthörichter Titel herrlicher zu stellen, als ihn Gott selber nach sei-nem Bilde geschaffen und gestellt hatte.

„Nun gut! " erwicdcrte Jscnhofer, dem die Sprache der Brüderdes freien Geistes nicht fremd war: „Ihr habet bei der Sachekeineswegs ganz Unrecht; doch muß ich mit Euch in deutscher,üblicher Zunge reden, das heißt, unter den Wölfen heulen. Ihrwisset aber, wir Deutschen sind nun einmal die alten und ewigenNarren, die dem gesunden Menschenverstände von Kindheit aufValet sagen und nur in die Schule gehen müsse», um künftig denNock mehr als den Mann, oder den Titel mehr, als das Herz,oder das Würfelspiel des Zufalls mehr, als das wahre Verdienstschätzen zu lernen. Ich gebe übrigens zu, wir könnten sehr ge-scheite Leute sein, wenn wir nicht mit Mühe und Zwang Allesverlernen müßten, was der vernünftige Mensch schon von Naturweiß. Also, nichts für ungut, ehrwürdiger Bruder im Herrn!Fahret wohl! eilet, und verrichtet das gute Werk, das Euch er-wartet."

— Mich erwartet?

„Ja, Euch! Eilet! Das Böse überrascht den Menschen undkömmt ihm mehr denn halbwegs entgegen; aber das Gute will