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5 (1851)
Entstehung
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— Allerdings! — antwortete einer.

„ Desto besser! Führet Ihr diesen Alten mit Euch kriegsgefange»gen Aarau?"

— Mit Nichten, Herr, sondern er ward nur vom Junker un-serer Obhut empfohlen; wir geleiten ihn in den Freihof zum HerrnRüdiger. Er befand sich aber unter den Gefangenen des Falken-steinerS. Der Junker hält, scheint es, große Dinge auf diesenEhrenmann, trotz der demüthigen Tracht und Lebensart, die Ihran ihm sehet.

„Seid mir gegrüßt, Herr Ritter Jörg von End!" redete Isen-Hofer darauf kräftig den Lollhard an: „Denn ich vermuthe, Ihrseid's, und kein Anderer. Eilet, Euch erwartet eine Heilandsthat.Ihr sollet, was gestorben ist, wieder zur süßen Lust des Lebenserwecken."

Der Alte, welcher bisher, noch immer in sich selber versunken,wenig auf das, was um ihn war, geachtet hatte, schlug bei demNamen Jörg von End die Augen auf und heftete seinen stierenBlick auf Herrn Jsenhofer, ohne ein Wort zu erwiedern.

„Ihr seid's!" fuhr Jsenhofer fort: „Ihr seid's! Wir wissen,Ihr wäret in des Falkcnsteiners Klauen. Wir wissen cs von eineralten Zigeunerin, Ritter, die Euch mit Euer Fräulein Tochterwohl kennt."

— Was Ritter? Was Fräulein? Was Falkensteins Klaue? —versetzte der Greis: Ich bin, der ich bin; und war und bi» inkeines Menschenkindes Gewalt. Wo aber ist meine Tochter? Ihrscheint ihren Aufenthalt zu kennen. Jene Zigeunerin selber führtedes Freiherr» Thomas Henkersknechte zu uns.

„Richtig! Also irrt' ich nicht!" entgegnete der Dichter vonWaldshut mit einem Antlitz, aus dessen Zügen die reinste Freudelachte: „Eben bin ich aufgcbrochcn, Euch zu suchen und dem JunkerGangolf zu melden, daß Freiherr Thomas Euch in GöSgen ge-