Druckschrift 
5 (1851)
Entstehung
Seite
78
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Habsbnrg sestgestellt hatte. Nach großer Mühe gelangt. DieStadt kaufte das Schloß Königstein nebst Herrschaft an sich,und damit erhob sich die Feindschaft des Adels ringsum gegenAarau."

— Weil die lockern Freiherren besorgten, es werde zwischenihren Nestern ein zweites Zürich oder Bern aufsteige». Der Ge-brannte scheut das Feuer. Wohl sah'n cs mitunter Eure gnädi-gen Herren und Obern zu Bern selbst ungern, daß sich das Reichs-städtlein Aarau heben wollte.

„Richtig, Jsenhofer, das war's! Hätte unsere Stadt jeder-zeit tüchtige Männer tm Rath gehabt, sie wäre längst Herrin weitumher, gleich Zürich und Bern. Denn die'Aarauer sind ein mann-haftes, freiheitsliebendes Völkchen, welches für die Ehre seinesGemeinwesens den letzten Heller und Blutstropfen nicht thcuerachtet. — Nun gab'S mit allen Anstößern Ungemach und Spann.Die Falkensteine, die Rechberge, die Johanniter zu Biberstein,lebten uni die Wette den Aaranern zum Verdruß; wollten die Zoll-stätte in Küttigcn nicht gelten lassen, welche Aarau errichtete;thatcn dem Vogt, der Namens der Stadt aus Königstein saß, jedesLeid, nnd waren besonders meinem Vater gram, der den Ankaufam meisten betrieben hatte, und der sich jetzt am heftigsten wider-sctzt, wenn Rede ist, die schöne Erwerbung wieder zu veräußern.Nun, Jsenhofer, du kennst den Thomann von Falkenstein! Derschwarze Heide schlägt Vater und Mutter todt, wcnn'S seinenVortheil gilt."

— Nun ja, Junker, ein wilderes Thier in einer Menschen-haut Hab' ich noch nicht gesehen. Aber welchen Verband findetIhr zwischen ihm und der Zigeunerin?

„Seine ganze Höllennatur. Er ist verschmitzt wie ein feigerFuchs, tapfer dazu wie ein Leu, grausam wie der hungrige Wolf,und Tugend und Verbrechen wiegen in seiner Wagschalc gleich