schwer, wie dem Teufel, wenn er ans Beute ausgeht. Ich schwöredir, fesselte mich nicht die Hoffnung eines große» Gewinnes, nichtdie Huld des Markgrafen, nicht die Liebe der schönen Nrsula, ichhätte mich längst dcn Eidgenosse» hingegeben, unter ihrem Frei-heitspanner gefochten, dcn verdorbenen Adel auSrolten zu helfen,und den Schändlichsten von Allen zuerst, dcn Thomann von Falken-stein. Die Eidgenossen, bei Gott, sind ehrlich und wahr nnd ge-recht; die Edcllcute weit um uns her in der Runde selbstsüchtigeAllesfresser."
— Oho, Ritter Trüllercy, nichts für ungut, nehmt'S nichtmit dem Thomann auf! Wie wollt Zhr doch mit dem Fuchs, Leu,Wolf nnd Teufel zugleich anbindcn, nnd seid doch so zart, daßEuch ein Regenbogen, eine Seifenblase todtschlagcn, ein Spinnen-faden erdrosseln kann.
„Wie meinst du, Jsenhofer?"
— Lähmt oder tödtet nicht Euer» bessern Geist die bloße Hoff-nung großen Gewinnes, dieser Regenbogen in der Ferne, der inder Nähe Nichts wird? Der Spinnenfaden einer Mädchenliebe?Die Seifenblase eines Fürstcnwortes? — Ritter Trüllereh, Ihrseid mir lieb, und werdet mir jeve Stunde lieber. Ich will Euchein Geheimniß sagen oder vielmehr singen:
Wer viel begehrt,
Was ihm nicht gehört,
Ist lcibcig'ner Mann,
Gehört Andern an;
Wer den Ruhm verschmäht,
Der wird erhöht;
Wer nichiS will, als Recht,
Zst Niemands Änecht,
Der ist Goitcö Held,
Dem gehört rie Weil!