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Der alte Rüdigic.
„Wo ist mein Vater?" rief Gangolf den beiden Knechten zn,welche aus dem Seitengebäude hervorrannten, sobald stc ibrenjungen Herrn mit dem Fremden über die Zugbrücke in den engenZwinger hineiukommcn und dom Rosse steigen sahen.
„Im obersten Gemach des Thurms, gestrenger Herr!" entgeg-ncte der Jüngere, der Gangolfs Pferd am Zügel nahm: „ Erläßt keine Seele vor sich."
„Halt's Maul, Jrni Fäscn!" rief der ältere Diener, Hem-man Enderli, welcher JsenhoferS Roß hielt: „Mußt du denSchnabel immer voraus haben?"
„Du Narr!" erwicdcrtc Jrni: „Keinem wächst der Schnabelhinten aus. Und was ich gesagt habe, ist wahr. Der alte Herrläßt Niemanden vor. Ich muß Jedermann abwciscn: er hat'Smir bei Leib und Leben geboten."
„Aber der Sohn vom Hanse gehört doch nicht unter die Jeder-manns, Gelbschnabel! Achtet doch nicht auf des Tölpels Ge-wäsch, Junker. Seid willkommen ! " sagte Hemma» : „Wir habenEuch lange nicht mehr bei uns gesehen. Das Umherfahren inDeutsch- und Wclschland ist Euch nicht übel bekommen; der alteHerr wird sich freuen, Euch wieder zu haben."
„Nnn, bei St. Lorenz!" schrie Jrni dazwischen: „DaS wäreseit langer Zeit die erste Freude. Ich will'S dem gestrengen Herrnwohl gönnen. Aber ich sag'S Euch, liebster Junker, der altegnädige Herr läßt Niemanden vor sich, ist trübselig, wie der KönigSaul im Evangelio, und thut den Mund so wenig zn Frag' undAntwort auf, als ein Stummer am Teich Bathseba."
„Bethesda, du Esel, Bethcöda!" rief der alte Hemma» är-gerlich: „Du aber thust dein ungewaschenes Manl viel zu weit