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über de» unbändige» Strom der Suren. Da erblicktest sic, alssie den Weg steil aufwärts geritten waren, in lachender, freierEbene vor stch das Städtlein Aarau, dahinter den schwarzenTeppich der Tannenwälder am Gebirge. Im Hintergrnnde ragte»hoch von den ZwiliingSgipseln eines fernen Berges die Trümmerder Wartburgen, einst der Hallwyle Bergvesten, von den Bernernund Soiothurnern gebrochen. Links über den bescheidene» Hüttendes Hofes Suhr, dessen eine Hälfte noch de» reichen Geßlernangchörte, sah man auf der Waldhöhc im Thale die weißenSchloßgemäuer von Liebegg. Es war dies alte Haus durch dieHand seiner Erbtochter vor Kurzem erst an die Edeln von Luternaugekommen.
Damals streckte vor dem St. Lorenzenthor von Aarau nochkeine Vorstadt ihre langen Häuserreihen, mit geschmackvoll ans-geführten Gebäuden, ans. Sondern Gangolf und Zscnhofer rittenaus müden Rossen schrittlings zwischen Wiesen und kleinen, um-hägeten Gärten, worin die bürgerlichen Hausfrauen sammt ihrenMägden eben mit Frühlingsarbeit auf Gemüse- und Blumen-beeten beschäftigt waren. Wo heutiges Tages Platanen undAkazien von einem Thore zum andern geräumige, freundlicheSchattengänge bilden, zog stch damals ein breiter, tiefer Grabennur die hohe, mit Schießscharten wohlversorgte Ringmauer.
Rechts vor der Stadt, auf nieder» Felsen an der Aare, hobdieBurg, ein uralt-heidnisches Gemäuer ^), ihren gevierten Thurmin die Lust; gleich Zyklopenthürmen aus gewaltigen Steinmaffencmporgehäuft. Die Sage rückte seine Erbauung bis in die Tageder Römcrherrschast in Helvetien zurück. Eher mag geglaubtwerden, daß ihn die Hand der Bnrgunden zum Schutz ihrer un-
Jetzt das „schlößli", und im fünfzehnten Jahrhundert, selbst noch imfolgenden, „der alte Thnrm" genannt.