Druckschrift 
5 (1851)
Entstehung
Seite
61
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«ine gute Tochter seid, die auch im Taumel des Entzückens ihreAhnen nicht vergißt."

Empfindlich trat das Fräulein zurück und sagte: „Ich gelt'Euch nichts. Ich fühle es. Ihr werdet mich nicht zu meinemVater nach Seckingen führen?"

„Wann gedenket Ihr abznreisen, Fräulein?"

„ Uebermorgen."

„Gestattet es die Gesundheit meines Vaters, bin ich schnellzurück, und, befehlt Ihr, diese Nacht noch."

„Und ich," rief Jsenhofer dazwischen, „bürge für ihn, gnädi-ges Fräulein. Wenn er's erlaubt, begleit' ich ihn und bring' ihnselber zu Euch zurück."

„Ihr seid mir willkommene Gesellschaft!" sagte Gangolf zumDichter, „wenn Euch ein strenger Ritt so leicht wird, als einVers. Es sind vier Stunden; wir machen sie in zwocn."

Gangolf küßte zum Abschied des Fräuleins Hand, und stahlsich nebst Jsenhofern aus der muntern, geräuschvollen Gesellschaft,nachdem er dem Schultheißen noch ein dankbares Lebewohl zuge-flüstert hatte.

8 .

Der Ritt nach Aarau.

„Gottlob!" rief Herr Trüllerey fröhlich, da er mit seinemGefährten aus dem ober» Thor über die Brücke des Stadtgrabensin die grünen Wiesen Hinausritt: „Ich mag wiederathmen, nunich meine» Aarflrom, meine Wälder und dort hinten die Bergemeiner Heimath wieder sehe! Mir war gar nicht wohl da drinnenim engen Städtchen."

— Ei, ei! versetzte Jsenhofer: Ich möchte das für keine TonneGoldes der schöne» Tochter des Falkensteiners beichten."