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„Daukct's dieser achtbaren Gesellschaft und der Gegenwart desFräuleins von Falkenstein, daß Ihr nicht schon zum Fenster hin-anSgeflogcn und den Gassenbuben ein Gelächter seid!"
„Still, liebe Herren und Freunde!" rief der alte Schultheiß,indem er sich vom Tische erhob und die ganze Gesellschaft seinemBeispiel folgte: „Keine Händel. Es soll nicht gesagt werden,daß zwei tapfere Edclleutc feindselig von meinem Tische aufgestan-dcn sind, an dem wahrlich nichts Schlechtes, als der Wein war.Aber begleitet mich ins Nebenzimmer, da wird uns mit besseremanfgcwartct werden. Herr Gangolf ist etwas übler Laune, undnicht ohne Grund, weil er vernommen, wie sein Herr Vater krankund siech worden ist."
„Herr Schultheiß, Ihr mahnet mich zur rechten Zeit daran!"sagte Gangolf: „Erlaubet, daß ich nach Aarau anfbreche und michbei Euch beurlaube."
Ursula erschrak vor diesen Worten, ging mit zwei raschen Schrit-ten zu ihrem Bräutigam, ergriff seine Hand und sagte halbleisc:„Gangolf, Gangolf, ist's dein Ernst? Kaum zu mir gekommen,mich wieder verlassen? O Gangolf, ist das deine Liebe?"
„Ich muß meinen alten Vater sehen. Ihr höret, daß er krankist, vielleicht dem Tode näher, als wir wissen!" antwortete er.
„Reise morgen, Gangolf, ich bitte! Reise morgen, Gangolf!"setzte sie mit leiser Stimme Hinz» und mit gesenkten Augen: „Ichhabe dich in Unbesonnenheit beleidigt, ich muß dich diesen Abendallein scheu und versöhnen. Morgen reise! Ich befehle cs, duTrotzkopf."
„Könnet Ihr auch dem Tode befehlen, daß er das Leben meinesalten Vaters um eine Nacht verschone?"
„Aber niemand hat gesagt, daß die Gefahr groß sei!" ver-setzte sic.
„Laßt mich ein gutes Kind sein," crwiedertc er, „wie 2hr