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über den Tisch reichte, „drücke dir dafür die Hand, Biedermann!Du hast sin wahres Wort gesprochen,"
„Wie, Herr Gangolf?" schrie Bentelin: „Jst's also gemeint?Bleibet auch Ihr nur ans der Halbscheld? Treibet keinen Scherz.Wer da- Glück hat, die Schönste aller Schönen zum Altar zuführen, wird ihr nach der Hochzeit lieber eine Grafenkronc, alseine Bürgerhaube schenken. Ach, mein himmlisches Fräulein,"setzte er hinzu, indem er sich an Gangolf's Verlobte wandte, ichwürde sterben vor Schmerz, oder vor Lachen, wenn Ihr zuletzt eineehrbare Base und Gevatterin aller Metzger, Bäcker und Schub-machcr werde» müßtet, und ans die gnädigen Blicke einer dickenFrau Schnltheißin warten solltet,"
Ursula warf ein freundliches Auge auf den Herrn von Hemmen-hofen, nahm dann die Miene der stillen Dulderin, ohne doch ihreSchalkheit ganz zu verbergen, und sagte: „Herr Gangolf ist sehrgenügsam, glaubt mir's. Der Thurm Nore >m Freihof zu Aarauist ihm so werthvoll, wie ein Palast, und er würde nicht zürnen,wenn ich zum Brautkleidc den Kittel einer Begutte wählte,"
Herr Trüllerey ward bei diesen kränkenden Worten fenerroth.Er richtete auf die Verlobte einen Seitenblick, in welchem wenigerLiebe, als Verachtung, zu lesen war, „Nicht Purpur, nicht Zwillich-kittcl, das Herz macht die Braut!" sagte er,
„Da hört Ihr es selber, lieber Bentelin! " rief Ursula lächelnd :„Helft mir wenigstens, daß ich an der Hochzeit nicht in de» Holz-schuhen der Schwyzer tanzen muß."
„Ich würde ihm lieber gestatten," erwiederte der Ritter, „mirzuvor auf dem Nacken zn tanzen,"
„Dazu könnte mich fast Lust anwandel»," sagte Gangolf trocken,„wenn der „»zeitige Schirmherr meiner Braut nicht so gut schwei-gen, als prahlen gelernt hat,"
„Was ficht Euch an?" schrie Bentelin mit funkelnden Angen: