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heitSwunder? Dacht' ich'!? doch! Eine Bettlerin und Schönheiterster Art! Sagt doch, ste sei häßlich gewesen! Nicht so? derLollhard war auf der Landstraße erkrankt, daß Ihr ihn aus Barm-herzigkeit auf Euer Roß ludet? Es ist Lüge, daß Ihr das feileMädchen in Eure eigene Herberge führtet; daß Ihr es in die Armeschlosset, und vor der Thür des WirthShauseS selber vom Sattelhöbet. Redet doch, meine Ueberzeugungen von Eurer Unschuldfliegen Eurer Erklärung auf halbem Wege entgegen,"
— Ihr wollt mein spotten, Fräulein, Man hat Euch, merk'ich, von der Art meiner gestrigen Ankunst und meiner seltsamenBegleitung treu und untreu berichtet! — sagte Herr Trällerest mitvorigem Ton, Und nun erzählt' er die Geschichte seines Abenteuers,des Baldeggers rohes Betragen, — Alles bis zum letzten Augen-blick, mit der unbefangensten Offenheit, Er pries selbst die rührendeAnmuth der frommen Veronika, aber betheuerte, daß sein Herzauch einer größern Schönheit unverwundbar geblieben sein würde;sein Gedanke, seine Sehnsucht wäre nur die Verlobte gewesen.Er sprach mit dem Stolz beleidigter Unschuld, mit dem Schmerzseiner muthwillig verhöhnten Liebe, mit dem Gefühl seines bessernWerthes, Der Ausdruck von Redlichkeit in seinen schönen Ge-sichtSzügcn, und zugleich furchtbar fester Entschlossenheit in seinenBlicken, bezauberten zugleich und erschreckten die Braut, Alles,was ihn je in ihren Augen liebenswürdig gemacht hatte, erschienjetzt noch liebenswürdiger. Die Erinnerung seliger Stunden er-wachte, Statt des Zornes brannte ein zärtliches Feuer ln denträumerischen Blicken, mit denen sie an ihm hing, Ihr Wesenund Lieben schien wieder in Gluth aufzuleben, während ste ausder todtenhaften Ruhe seines Aeußern ahnete, ihr sterbe ein Herzab, das ihr eigener Hochmuth gebrochen habe,
„Oh!" rief sie endlich mit weicher, zitternder Stimme: „ichkenne mich selbst nicht mehr, und muß mich hassen, weil ich zu