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— Wird Bern nnparteisa», zwischen Zürich und den Eidgenossenbleiben ? fragte Gangols.
„Dort liegi des Schultheißen von Erlach Bries; er zweifelt."
— So müssen Adel und Städte bei uns zusainmenhaltcn undde» AuSgaug ruhig erwarten! rief Gangolf.
„Ihr träumet/' cutgegnete der Schultheiß, „Pech und Wasserhalten besser, als Adel und Bürger zusammen. Dem Adel juckendie Fäuste. Er möchte lieber heut' als morgen den Tanz beginnen."
— Um sich von der Hoheit der Stadt Bern zu lösen. Ich ver-denk's ihm nicht! sagte Herr Trnllercy: Es scheint ihm anstän-diger, Basal eines großen Königs, als eines hochinüthigen Neichs-städtlcins zu sein. Adel kann nicht unter Machtgcbot von Hand-wcrkszünftcn gedeihen; er muß an Höfen der Fürsten in Verdienstund Glanz blühen, oder muß verderben. Anderseits aber laufenunsere Aargauer Städte nicht ebenfalls unter Bern Gefahr? DieFreiheiten, welche ihr Stolz sind, wurden ihnen ja nicht vonBern, sonder» durch Gnade der Kaiser und Könige. Bern kannnichts dergleichen geben. Selbst bloß eine Stadt, wird Bern dasAufblühen anderer aargauischen Städte mit Argwohn und Eifer-sucht anschiclc»; wird deren Rechtsamc und Titel fort und fortbenagen, und sich Glück wünschen, wenn zuletzt Brugg, Zosingcn,Baden, Aarau und die übrigen, zu armseligen Nestern ziisammen-schrnmpfcn.
„Und was folgert Ihr daraus, Herr Gangolf?" fragte derSchultheiß ernsthaft.
— Das, erwiederte Jener lebhaft: wofür ich mein Alles indie Schanze schlagen möchte. Warum kann der Aargau kein un-abhängiger, freier Stand sein, mit den übrigen Eidgenossen ingleicher Würde, des Hauses Oesterreich oder Berns Rechte Vor-behalten? Heute stehen wir wieder, wie vor dreißig Jahren, zwi-schen Oesterreich und Schwelzcrland, als Bern »nser schönes Land