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diesen Glanz in den Nebeln, dies Goldgrün unter den finsternWälder»! Es ist ei» Lächeln eines Weinenden/' — Und indemsie dies sagte, wußte sie selber nicht, daß die Rührung des Ent-zückens ihre blauen Augen mit einer Thräne schmückte. Auch ver-stand Gangolf nichts von Allem, was sie noch serner zu ihrem Va-ter sagte. Nur ihre ersten Worte klangen ihm sort und fort in derSeele: „Welch eine unendliche Schönheit mitten in WinterhafterDürftigkeit!" Veronika schien von sich selber geredet zu haben.
Das fortgesetzte Gespräch des Vaters und der Tochter warfendlich dem Ritter eine Frage von den Lippen der schönen Vero-nika zu, die auf einige Ortschaften hinzcigte, welche vor ihnenim falben Duft der Nebel schwammen.
„Dort auf der leichten Erhöhung," antwortete er der Begutte:ist das Dörflern Windisch. Es soll daselbst in uralter heidnischerZeit eine große Stadt gestanden haben, von welcher der Pflugnoch immer Bruchstücke aus der Erde reißt. Da werden auch nochMünzen von Kupfer, Gold und Silber gefunden: aber fast un-kenntlich und von fremdem Gepräge. Nirgends aber konnte imAargau wirklich ein schicklicherer Platz zu einer großen und festenStadt auscrwählt werden, als auf jener breiten Landschaft, diesich zwischen der Aare und Neuß, wo sic znsammenrinnen, auS-spitzt. Dadurch ist sie auf drei Seiten, statt vom Wassergraben,von breite» Strömen beschützt. Und nirgends wieder, als dort,ein Punkt bequemer, über die wilde Aare eine Brücke zu schlagen,wo sie ihre Waffermasse tief und eng durch einen Felsenriff drängt,der kaum über dreißig Fuß breit sein mag. Darum heißt mannoch heut das Städtchen, zu welchem wir reisen, Brugg."
Dann zeigte er auf das graue, spitze Thürmlei», hinter Win-disch einsam gelegen, und erzählte, wie daselbst das Kloster KönigS-feldcn auf derselben Stätte erbaut worden sei, wo vor mehr dennhundert Jabrcn Herzog Hans von Schwaben seinen Vetter, den