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tuch der Jungfrau die Form des Mundes zuenideckcn, rerworhinso vielen Wohllaut gebracht hatte.
Der Lollhard seinerseits, nun er der Beschwerlichkeit des Fuß-wanderns enthoben war, überließ sich wohlgemuth dem Betrachtender herumliegendcn Gegend. Er warf noch einmal den Blick ausden Punkt zurück, wo die drei Ströme der Aare, Limmat undNeuß zusammenfallen, und sprach: „So löset sich mir das Näthsel,wcswillen die Burg der Freudenau in so unbequemer Tiefe hartan der Aare hüigcbant worden sein mag: cs galt den Erbauern,Meister der Aarüberfahrt zu sein, die nirgends als dort stattfindenkonnte, wo der Strom unter der Stille zwischen unwandelbarenUsern breit und ruhig hingleitct, nachdem er Neuß und Limmataufgenommen hatte, welche umgangen werden sollten. — Einwunderschönes Schauspiel, diese Landschaft. Blicke auf, Veronika,und sich' die ewige Herrlichkeit Gottes!"
In der That flog in diesem Augenblick der letzte Abcndsounc»-strahl durch die zerrissenen Wolken verklärend über die dämmerndenFernen, Gebirge, Hügel, und die nahen grünen Wiesen der tiefergelegenen Gründe. Das Ganze ward zu einem stillglänzendcngroßen Bilde, wie man es nur »ach Regenschauern am heiter»Abend erblickt.
Gangols, unbekümmert um dies Bild, sah mit angenehmemErstaunen die Herrlichkeit des Schöpfers in einem seiner schönstenGeschöpfe aufgegangcn. Denn Veronika hatte das Tuch vomAntlitz znrückgcschlagen, und irrte mit Hellen, trunkenen Angendurch die Umgegenden. Ein Licht, ungewiß, ob von der Röthedes Abcndschimmers, oder der schamvollen Schüchternheit, umfloßdie zarten Mienen, in denen ein wunderbarer Zauber kindlicherAnmnth und weiblicher Würde schwebte.
Sie öffnete endlich die kleinen Lippen und sagte: „Welch eineunendliche Schönheit mitten in winterhaster Dürftigkeit! Sieh doch