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beschäftigt, gegenseitiges Schweigen. Der Lollhard hielt den Esel,auf dessen Sattel die daneben stehende Begnite ihre gefaltetenHände und die Arme legte und ihr verhülltes Antlitz niederscnkte.Herr Gangolf aber warf den schweren Regenmantel ab, befestigteihn auf den Rücken seines Rosses, und stand dann, in Gedankenvertieft, an sein treues Thier gelehnt, einen Fuß über den anderngeschlagen.
Er hatte noch die letzten Worte des Herrn von Baldcgg imGedächtniß, die ihn sehr beunruhigten, weil ihr Sinn ihm keinRäthfel geblieben. Marquard nämlich war dem reiche» und mäch-tigen Geschlecht der Freiherr» von Falkensicin verwandt, und galtbei ihnen, wegen des NlterthumS seines Hauses, wegen geleisteterFreundschaftsdienste, wegen der Gleichheit seiner Gesinnungen mitden ihrigen, und wegen seines aufgeweckten Wesens, viel. Nunaber war auch Ritter Gangolf Trüllcrc» nahe daran, in die Ver-wandtschaft der Falkensteine zu treten. Denn die reizende Ursula,Tochter des Herrn Hans von Falkenstein, war schon jetzt seine an-verlobte Braut, die Vermählungsfcierlichkcit schon auf die Zeitfestgesetzt, wenn der Friede zwischen Zürich und Oesterreich einer-seits und den Eidgenossen anderseits besiegelt sein würde.
Gangolf hätte vielleicht auf die Hand der reichsten Erbin imAargau keinen Anspruch wagen dürfen, da ihn, obschon altadelichenHerkommens, weder der Glanz seines Geschlechts, noch der Reich-thum seines Hauses vorzüglich begünstigten. Aber die besondereHuld des Markgrafen Wilhelm von Hochberg, welcher für ihn,seinen Liebling, selber Brautwerber beim Freiherr« Hans vonFalkcnstein geworden war, als auch die Neigung des Fräuleins,hatten alle Hindernisse besiegt.
Der junge Mann liebte die schöne Braut mit aller Zärtlich-keit, welche ihre Anmnth verdiente und seinem warmen Blutenatürlich war. Wiewohl diese Verbindung ursprünglich weniger