Druckschrift 
5 (1851)
Entstehung
Seite
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Nasch stand sie, als er dies gesagt hatte, von der Bank auf,zog de» Alten mit sich empor und rief:Fort, fort von hier,mein Vater, daß wir zu andern Menschen kommen!"

Warum flieht Ihr, fromme Begntte?" sagte Marguardlachend:Ich denk' Euch keine Gewalt anznthun, obschon Ihrin meiner Gewalt seid,"

Sind wir, rief der Lollhard, in Eure Raubhöhlc gerathcn,so solltet Ihr doch die Rechte der Gastfreundschaft gelten lassen!Uebrigens stehen meine Tochter und ich nicht in Eurer, sondernin Gottes Gewalt. Laßt uns gehen,

Dich lass' ich wohl fahren, Graubart!" versetzte Marquard:Aber nicht also halten es Ritter mit artigen Mägdlein. Nundenn, spröde Büßende, versagt mir das Löscgeld nicht,"

Er legte bei diesen Worten die Hand an den Mantel, DerLolihard aber warf sich ihm mit Macht entgegen, stellte sich zwi-schen ihn und die Jungfrau und faßte mit seiner dürren Handeinen keulenförmigen, langen Knotenstock, der ihm zunächst amschwarzen Gemäuer lehnte. Doch Herr Marquard ließ sich dasnicht irren, schleuderte den nnkräftigen Greis seitwärts, und schloßdie zitternde Verhüllte lachend in seinen Arm, die ein kläglichesGeschrei erhob.

In diesem Augenblick kam Herr Gangolf Trüllcrcy zurück,welcher indessen, weil der Regen nachgelassen hatte, zur Aare ge-gangen war, um das Landen der Fähre zn sehen. Er hörte dasHilferufen der weiblichen Stimme im Gewölbe, sprang hinein,sah Marqnards Ringen mit der Vermummten, und befreite diese,indem er den Ritter mit einem Wurf zum Gewölbe hinausfliegcnließ. Es war aber über den Schutt der Freudenau nicht gut flie-gen, Herr Marquard drehte sich durch die Gewalt des Stoßeserst zweimal um sich selbst und saß dann sehr unsanft auf demSteingctrümmer nieder.