' doch, nun erst schleichen die fanien Schlingel zur Fähre drübenherab und binden sie los. Heda, ho, hop! Straf'mich Gott, ichbreche jedem Kerl eine Rippe zu», Andenken. Das schüttet wiedervom Himmel, wie aus Eimern. Wollt Ihr nicht im Regen er-saufen, Herr Gangolf, so kommt mit mir. Ich denke, unter demalten Mauerwerk dort seitwärts gibt'S vielleicht Obdach.
Herr Gangolf ließ sich den Vorschlag gefallen. Sie führtenihre Rosse längs dem Ufer des Flusses gegen die Trümmer einerBurg, die kaum mehr denn hundert gute Schritte von ihnen ent-fernt am Wasser lag. Der halb zerfallene, feste Thurm trotztedamals, wie heute noch, den Finthen des Aarstroms, die seineGrundlagen unterfreffen. Ein Kreis niedriger Schutthügel bezeich-nte den ehemaligen Umfang der Ringmauern des Schlosses Freu-denau, welches die Zürcher vor hundert Jahren, am Vorabendder Tättwylerschlacht, ausgebrannt und zerstört hatten. Ein ge-ringes Ueberbleibsel des Schloßgemäncrs, von dürrem Gesträuchund bleichen Grashalmen umweht, lehnte sich, seines nahen Zu-sammensturzes gewärtig, an de» Thurm.
Hier nahmen die durchnäßten Ritter ihre Zuflucht. Nicht ohneMühe überkletterten sie die Steinhaufen, um zum Bruchstück einesfinstern Gewölbes oder Schwibbogens zu gelangen, das ihneneinigen Schutz gegen den Regen verhieß, welcher jetzt abermalsin dichten Strömen nicderrauschte.
Der Lollhard.
Als sie dem Gewölbe nahten, sahen sie in der Dämmerungdesselben sich Gestalten bewegen. Vorn nagte ein Esel am dürrenGrase des Gesteins. Im dunkeln Hintergründe saßen zwei Per-