Druckschrift 
5 (1851)
Entstehung
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des Gebirgs geschwollen, seine gelbgefärbtcn Wellen stürmischersortwälzte. Am jenseitigen Ufer lagen die ärmlichen Strohhüttcndes DörsleinS Stilli zusammengcdrängt, wie eine Heerde, die sichim Felde gegen Regenschauer an einander schmiegt. Seitwärtsleuchtete vom Hügel der weiße Kirchthurm aus Rain. Im Hinter-gründe flatterten zerrissene Wolken an den Tannen des Geißberges.

Als die beiden Herren von der Höhe langsam den steinigen,steilen Psad zur Aare hinab ritten, und weder Fährmann nochFähre gewahr wurden, brüllte Herr Margnard ungeduldig einmalnmS andere seinHop! Hop!" über den Fluß hin, die Schifferaufmerksam zu machen. Es ist noch heut' zu Tage »»lieblich, beiSturm und Regen am kieselvollcn Ufer eine halbe Stunde zuharren, und ein gebrechliches Fahrzeug zu erwarten, das den Reisen-den, zwei Zoll vom Tode geschieden, ans andere User liefern muß.Herr Margnard fluchte mörderisch. Er war keine von den Naturen,die in der christlichen Geduld den Heiligenschein verdienen wollen.Auch sah man's den rundlichen Formen seiner Gestalt, den vollenWangen und den lachenden Augen des Krauskopfs wohl an, daßer nicht gern unnützerweise Noth litt, und sich's lieber an einerTafel mit ausgcwählten Speisen von Zeit zu Zeit bequem machte.Wir müssen den Leser bitten, Herrn Margnard nicht nach seinenWorte» zu richten. Er pflegte in aller Fröhlichkeit zu fluchen.Seine gute Laune blieb sich sogar in den gefährlichsten Augen-blicken eines Gefechtes gleich, wenn er Wunde» anstheiltc oderempfing. Darum hatte ihn Jedermann gern. Er war ein lustigerGesell, weil er kein trauriger sein konnte.

Wo habt Ihr den französischen König verlassen?" fragte erHerrn Gangolf Trüllcrey, indem er, gleich diesem, am Aarnfervom Pferde stieg, um sich durch Ans- und Abgehen zu erwärmen.

Zn LangreS in der Champagne. Da beurlaubten wir unsvon ihm. Burkhard Mönch von Landskrvn begleitete den Dauphin