Druckschrift 
5 (1851)
Entstehung
Seite
17
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Berner nichts wittern! Verdammt fein müßt Jhr'S antastcn. ZuBern der Schultheiß Erlach hat eine spitze Nase."

Sonst habt Ihr nichts Anderes zu sagen?"

Straf mich Gott, zwei Tage und zwei Nächte hätt' ich zuberichten von Allem, was in Baden gehandelt worden ist und wasnun geschehen soll. Aber sind wir nicht Narren, hier unter freiemHimmel in Koth und Regen zu halten? Das kalte Wasser trittmir durch Mantel und Hut ans Herz. War' ich Narr in Badengeblieben, da gab's vollauf! Die Wirthe hatten stch's nicht ver-sehen, daß die Tagherren so bald aus einander fliegen würden, alswar' ein Donnerstrahl zwischen sic gefahren. Das Mahl kostetedem Mann fünf Schilling Haller, »nd ein Pferd Tag und Nachtauch fünf Schilling Haller. Mich reut der Auerhahn noch, denich zn Mittag heut' unangerührt stehen ließ."

Und wohin wollt Ihr, Herr Marquard?"

He, nach Zurzach, wäre das Mordwcttcr besser. Jetzt lenk'ich, Euch zu gefallen, nach Brugg ein. Denn dahin geht Ihr dochnun, Herr Gangolf. Ihr seid von schönen Augen erwartet, dieIhr lange nicht gesehen. Euere verlobte Braut ist seit zehn Tagenin Brugg."

Wißt Jhr's gewiß?" sagte der junge Mann, und sein ernsterBlick ward schimmernder, und eiw flüchtiges Roth färbte seineWangen.

Ob ich's wisse? Kehrte nicht Hans von Falkenstein mit seinerTochter bei mir ein auf der Heimreise? Und vorgestern sah ichJungfrau Ursula beim Schultheißen Effingcr. Fort! tröstet dasFräulein wegen Eurer langen Abwesenheit. Unterwegs plaudernwir noch vieles ab."

Damit wandten beide ihre Rosse nach dem Seitenwege undtrabten durch den hohen Wald der Aare zu. Bald erblickten siein der Tiefe unter sich den breiten Strom, der, von RegengüssenZsch. No», v. t"