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„Willkommen, Herr Marqnard!" rief der Reiter und hielt dasRoß plötzlich an, indem er sich den Filz ans den Angen drückte,und das schöne Gesicht eines jugendlichen Mannes sehen ließ.
„Straf' mich Gott, Ihr kommt mir zur rechten Stunde!"schrie der Herr von Baldegg fröhlich: „Wohin so eilends, HerrGangolf Trüllcrcy?"
„Nach Baden, zum Markgrafen."
„Ihr könnt Euch den Weg sparen, wenn Euch nichts Dringen-des treibt. Alles ist aus einander seit gestern. In drei Wochenhebt der Tanz von neuem an; und so uns die Armagnakcn nichtini Stich lassen, machen wir, will's Gott, mit dem Banerngcsindeldiesen Sommer den Kehraus. Darauf fegen wir die Städte. Straf'mich Gott, ich will's meiner lieben Vetterschaft zu Bern cinsalzen,daß sie mich bis auf die Haut geschoren. Mit ihrem besten Naths-wein sollen mir die Schelmen die Fässer im Keller von Schenken-berg wieder füllen, die sie leer gesoffen haben. Und meine rothenSchinken, breiten Speckseiten und Würste sollen sie mir zehnfacherstatten, oder straf'mich Gott, ich viertheile die Kerle, und hängesie selbst in die Nanchkammcr."
„Wißt Ihr, Herr Marguard, ob der Markgraf nach mir bc-bcgehrt?" fragte Gangolf Trüllcrch.
„Er gab mir Aufträge für Euch, bevor er nach Zürich zurück-ritt. Ihr sollet Hand anlegen und uns Andern helfen, den Aargananfrüttcln. Denn diesmal gilt'S, oder, so lange die Welt fleht,nimmer wieder. Euch ist Aarau auf die Seele gebunden. DieStadt muß den Bernern absagcn, und sich zu ihrem rechtmäßigenHerrn, dem römischen König, wenden, wie Zürich, Winterthur,Rapperswyl, oder es bleibt von ihr kein Stein auf dem andern.Das sagt Euer« Schultheißen, Klein- und Großräthen und derganzen ehrsamen Bürgerschaft. Doch fangt's gescheit an, daß die