Druckschrift 
5 (1851)
Entstehung
Seite
14
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von Basel und gegen Erlegung von zweitausend Gulden hatte erwieder den Besitz seines Gutes empfangen.

Nun Marguard durch den Markgrafen die zuverlässige Anzeigevom Anzüge des Dauphins und der Nrmagnaken vernahm, schöpfteseine Nachsucht neuen Muth. Er erbot sich zu Allem. Die imZuragebirg mächtigen Freiherren von Falkensiein waren ihm durchseinen Bruder Hans verwandt; aller Adel im Aargau und BreiSganihm befreundet.

Vor Allem aber," sagte der Markgraf am Ende der Unter-redung und eilfertig denn zur Abreise standen schon die Rosseauf der Straße und der Mittag war vorüber:vor Allemtrachtet die Städte zu gewinnen! Machet Euch selber an Brugg.Folgen doch dieser Stadt die Banner Eurer Herrschaft. Die Falken-steine sind dort auch wohlgclitten. Macht'S mit dem alten Schult-heiß Effinger daselbst so gut Jhr'S könnt. Und dann versuchetAarau. Da vermag mein schmucker Träumer, der Gangolf Trül-lerey , das Beste. Ich erwarte seine Heimkehr von Schaffhausen,wohin ihn Herr Peter von Mörsberg während der Heimkehr ausFrankreich geschickt hatte. Findet Ihr ihn, so meldet ihm meinenWillen. Nun müssen wir das Letzte daran setzen, das stolze Bürger-und Bauerngesindel zu demkthigen; oder aller Adel in den vorder»Landen geht ans, was Gott verhüten wolle!"

Marguard versprach, zuerst über Zurzach in den Schwarzwaldund Breisgau zu reiten, um die Ritterschaft zu wecken; dann dieFalkcnsteine zu suchen, um den Aargau zu bewegen. Der fauleFriede war erst nach dreiundzwanzig Tagen am vollen Ende. Manschied. Der Markgraf reifete nach Zürich. Auch Marguard schwangsich aufs Roß, und jagte, von seinem Knecht begleitet, durch dieengen und krummen Straßen der Stadt Baden zum Tlwr hinaus.Regen rauschte in Strömen von Giebeln und Dächern.