Dcn Vermittlern war es ehrlicher Ernst nm den Frieden. Esschien ihnen derselbe leicht, wenn einerseits Zürich das österreichi-sche Bündniß, anderseits die Eidgenossenschaft ihre über Znrichgemachten Eroberungen anfgcbcn würde. Denn dies waren fürbeide Parteien die Hauptsteine des Anstoßes nnd die Quellen desZwiespalts. Allein es kamen, wohl nicht ohne Absicht, noch ganzandere Fragen zur Sprache, welche Alles von neuem verwirrten.Die Eidgenossen, mit aller Ehrfurcht für die vvrgeschlagcncn Rich-ter, erklärten: „Euer Gnaden nnd Lieb, noch niemand wird unsverargen, daß wir ungern von unscrm Bundesrecht gehen, undnicht fremdes, sondern eidgenössisches Recht begehre», dasbisher in den größten Bewegungen verehrt worden." — Danntrat der Markgraf auf nnd sprach: „Von wegen des zwischen meinergnädigen Herrschaft nnd der Eidgenossenschaft bestehenden Friedens,und wer denselben gebrochen, darüber stehe auch ich bereit, einenNcchtsspruch zu nehme». Da die Eidgenossen vermeinten, demReich zuzugchören: so biete ich ihnen Recht vor Churfürsten, Für-sten nnd Städten des Reichs nnd so weiter." — Dann entgcgnetcJtel Ncdings Sohn, der Eidgenossen Redner und Fürsprecher:„Wir sind auf keinen Rechtshandel mit dem Hanse Oesterreich be-vollmächtigt, sondern ans gütliche Wiedervereinigung mit unser»alten Eidgenosse» von Zürich. Gnädige, liebe Herren, wir habenuns mehr denn genugsam eingelassen und erboten; begehren vonOesterreich nichts, als daß eö derer von Zürich müßig gehe unduns lasse schaffen mit unfern Bünden, wie wir gedenken Recht zuthnn. Hat Oesterreich an der Eidgenossenschaft etwas zu fordern,möge cs der Herr Markgraf unfern Städten und Ländern vor-tragen, so wird er eine Antwort bekommen, wobei wir mit allenEhren bestehen mögen."
So ward zu Baden zehn Tage hin und her geredet. Als aberder Markgraf von Hochberg zuletzt verlangte, man solle den Waffen-