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ziehen. Zugleich verkündete er: „Was gestalten der allerchristlichsteKönig von dem römischen Kaiser gegen die Unternehmungen derSchweizer, dieser geschwvrnen Feinde aller von Gott veranstaltetenGewalt, besonders des Hauses Oesterreich und gesaminten Adels,um Hilfe ersucht worden, welchem Begehren der König umso eherstatt zu geben sich veranlaßt gefunden, als die Krone Frankreichseit vielen Jahren der natürlichen Grenze ihres Reiches, die näm-lich der Rheinstrom wäre, unbillig beraubt sei, und er dieselbe her-zustellen habe."
Während dieser Rüstungen, war indessen die Frist des faulenFriedens fast verstrichen. Noch hatten sich die sieben Orte derEidgenossenschaft mit Zürich nicht ansgeglichen. Zweimal war schondurch den Bischof von Konstanz vergebens ein Tag zu Baden imAargau angesctzt worden, um Frieden zu vermitteln. Nun aberPeter vonMörsberg aus Frankreich zurück nach Zürich kam,und zwar ein tröstliches Bild von den Ungeheuern Rüstungen desallerchristlichsten Königs entwarf, aber zugleich erinnerte, daß sichder Heranzug von dessen Heeresmacht noch verzögern könnte, fandman allerdings gerathen, Unterhandlung zu Baden zu beginnen,um Zeit zu gewinnen.
Also reifete» die eingeladenen Boten der sieben eidgenössischenOrte, der Städte Basel und Solothurn, Thurgau'S und Appcn-zells und anderer den Schweizern befreundeten Landschaften nachBaden im Aargau. Von der andern Seite erschienen im Namender Herzoge von Oesterreich Markgraf Wilhelm von Höchberg,mit vielen Edelleuten, die Abgeordneten der Städte Zürich, Winter-thur, Rappcrswyl, Freiburg im Uechtland, Lanfenburg, Walds-hut und Seckingen. Dazu kamen noch die Gesandten der HerrschaftWürtembcrg und mehrerer Reichsstädte. Die Bischöfe von Konstanzund Basel, als Vermittler, mit großem ritterlichen Gefolge, trafenebenfalls ein, nebst zween Herren der Kirchenversammlung von Basel.