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5 (1851)
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Händeln abzumahnen, und Boten an den König von Frankreich,der als ein vorzüglicher Gönner und Beschützer des Adels galt, daßer ihm Hilfe gegen die unzähmbaren Eidgenossen zukommen lasse.

Früher schon hatte der Markgraf von Hochberg den gewandtenUnterhändler, Herrn Peter von MörSberg, mit glänzenderBegleitung von Freiherren, Rittern und Edelknaben, an den fran-zösischen Hof in gleicher Absicht gesandt. Herr Peter, schlau, vongefälligen Sitten und der französischen Zunge mächtig, war inseiner Unterhandlung um so glücklicher gewesen, da Frankreich vonSchaaren unbeschäftigten Kriegsvolk wimmelte, die bisher gegenBurgund und England und in den bürgerlichen Unruhen gedienthatten. Diese zuchtlosen und zahlreichen Horden, die man Ar-magnaken hieß, weil sie Graf Bernhard von Armagnac, Conne-table von Frankreich, zuerst geworben, und nach ihm auch seinSohn, Johann von Armagnac, befehligt hatte, waren die Plageund der Schrecken des Landes geworden. Sie wurden von denFranzosen selbst nur Schinder geheißen. Nichts Gräuelvollereswar, als diese Rotten im Kriege zu sehen, die mitten im Friedennirgends Raub und Mord scheuten.

Sie nun versprach der König von Frankreich dem Kaiser. Auchder Papst ermunterte, so dringend, wie der Kaiser, die Armagna-ken bald in die Schweiz zu senden, denn er schmeichelte sich, dieErscheinung derselben vor Basel werde die ihm lästige Kirchen -Versammlung auseinandersprengen, welche damals in der altenStadt ihre Sitzungen hielt. Dem König von Frankreich aber selbstkamen die Bitten des Kaisers und des Papstes wohlgelegen, weildabei auch für seine eigene Krone Eroberungen zu machen waren.Er ließ die furchtbaren Armagnaken zusammenziehen, und bot dazunoch frisches Kriegsvolk auf, also, daß er ein für jene Zeiten ge-waltiges Heer von fünfzigtausend Mann zusammenbrachte. Davonsollten zweiunddreißigtausend Mann mit dem Dauphin gegen Basel