Wnth auSgetobt, nachdem unter der Gewalt der Eidgenossen Brcm-gartcn, Negensbcrg »nd Grüningen gefallen, die Vorstädte NonZürich selbst schon eingenommen, Bürgermeister Stüssy und vieleAndere !m Kampfe für die Stadt erschlagen, Lanfcnburg und Nap-pcrswyl belagert und in großer Noth waren, ließ man sich's end-lich wieder gefallen, von Waffenstillstand zu reden.
Es ritt von Zürich hinauf ins Lager der Eidgenossen der Bi-schof von Konstanz, und mahnte zur alten Liebe. Das hohe Alterund die salbsingsvolle Beredsamkeit des übelmögcnden kranken Herrnrührte die Häupter und Gemeinen der Eidgenossenschaft. Es wardalso im Felde von NapperSwyl, am St. Laurenzen-Abend 1443,ein Stillstand der Waffen geschlossen, welcher bis znm St. Gcorgcn-tag des Jahrs 1444 dauern sollte. Die Schlachthaufen allerseitszogen indessen in ihre Heimathen zurück. Das Volk jedoch murrteunzufrieden und nannte diese Ruhe, welche nur eine Erholnngs-frist für Zürich und Oesterreich sein würde, den elenden oderfaulen Frieden.
Das Volk hatte Recht. Der kurze Zeitraum wurde wenigerzur Herstellung einer dauerhaften Versöhnung, als zu größern Rü-stungen benutzt.
MarkgrafWilhclm von Hochberg, des Kaisers Statthalter,nachdem er sich mit Herren und Städten, die zu Oesterreich hiel-ten, beredt hatte, sandte den Ritter und Freiherrn Thüring vonHallwyl nach Deutschland an den kaiserlichen Hof, um dort kräf-tigen Beistand anSzuwirken. Allein der Kaiser gerieth in nichtgeringe Verlegenheit. Denn die mächtigsten Fürsten des Reichs,nur für sich besorgt, zeigten gar keine Neigung, ihm zu helfen,um das Haus Habsburg zu vergrößern. Friedrich, nur um dasnöthige Geld zu schaffen, mußte viele seiner Herrschaften, Burgenund Städte verpfänden. Er schickte Boten an Bern und Solo-thurn, diese mächtigen Orte von der Theilnahme an den Schweizer-