Druckschrift 
5 (1851)
Entstehung
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Waffen gegen die stolze Stadt, und zwangen ste zu einem Frie-den, der eben so schmerzhaft für die Ehre, als für das Gut derStadt wurde. Das ertrugen die Züricher nicht. Sie wandten sichheimlich an den neuen römischen König, Friedrich von Oester-reich; warben um seinen Beistand gegen die Eidgenossen; spiegel-ten ihm vor, wie ste mit andern benachbarten Herren und Städteneine neue Eidgenossenschaft unter der Hoheit Oester-reichs bilden, ja ihm wieder zum Besitz der dem Erzhause früherentrissenen Erblande helfen könnten,

Friedrich, der Enkel des ln der Freiheitsschlacht bei Sem-pach erschlagenen Herzogs Leopold, war ein schlau berechnender,verschlossener, aber frommer Herr, Er ging betend seinen leisen,langsamen, aber sichern Gang, immer dem Ziele entgegen. Undeins seiner Lieblingsziele blieb, das wieder zu erwerben, was seinHaus durch das Unglück voriger Zeiten in der Schweiz verlorenhatte. Er selbst besuchte Zürich, ließ aber vorher durch seine Ge-treuen die Gesinnungen des Adels und der Städte des Aarganesaushorchen; dann reifete er nach Aachen zu seiner Krönung, wo ermitten unter den Feierlichkeiten derselben den Bund mit Zürich, zugemeiner Verth eilnng der künftigen Länder-Beute, unterschrieb.Kaum verbreitete sich davon das Gerücht durch die Eidgenossen-schaft, und daß der römische König von Anerkennung seiner ehe-maligen Hausrechte an dem Aargan rede, ward allgemeine Unruhe,Nun erschien Friedrichs Majestät selbst mit glänzendem Gefolge lnZürich, Aller Adel drängte sich hoffnungsvoll um ihn her, Svreifete er durch den Aargau, mit leutseliger Huld und Freigebig-keit, die Städte und das Volk zu gewinnen; dann auch gen Solo-thurn und Bern und Freiburg, Aber seine Anwesenheit machteden geheimen Zorn der Eidgenossen nur stumm, nicht blind. Kaumhatte der König die Schweiz verlassen, brach der allgemeine Un-wille aus; nicht zuerst so laut bei den Regierungen, als beim Volt,