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Als dies die Eidgenossen sahen, und die heiligen Väter vonKonstanz, kraft des Binde - und Löscschlüffcls, ihnen, wegen derSünde des Eides - und FriedenSbrnchcs, beruhigende Zusicherun-gen gaben: wurden sie doch nach guter Beute gclustig. Bernzuerst. Es rückte mit aller Mannschaft und grobem Geschütz in denoffenen, wehrlosen Aargau ein, längs den Ufern der Aar hinab.Schnell folgten Solothurn und Frciburg unter des heiligenReichs Bannern. Nun wollten auch Zürich und Luzern unddie übrigen Schweizer nicht Zurückbleiben, und sich ihres Aniheilsversichern. In wenigen Tagen ward alles österreichische Erblandin Helvcticn von ihnen besetzt; was Jeder gewonnen, behielt erund genoß er; doch nur in den beschränkten Rechten, wie cs vor-her vom Hause Oesterreich besessen worden war.
In den durch Neberraschung fast blutlos eroberten Landen saßdamals auf Burgen und Schlössern ein zahlreicher Adel. Dem warcs wenig gelegen, mit gemeinen Bürgern und Bauern zu halten.Er zählte sich lieber zum Planetensystem einer königlichen Sonne,von deren Strahlen er seinen Glanz borgen konnte. Doch aus dereisernen Noth machte er sich eine bleierne Tugend. Er gehorchteden Schweizern, aber mit dem heimlichen Vorsatz, früh oder spätwieder dem Hause Oesterreich zu Ehren und Rechten zu helfen.
Unter allen Edeln im helvetischen Hochlande war zu jener Zeitder Graf von Toggenbnrg der güterreichste. Seine Lande er-streckten sich von den Grenzen Tyrols, aus dem rhätischen Ge-birge abwärts bis zum Zürichsee. Mit den Eidgenossen hielt eraus Klugheit gute Freundschaft. In der Stadt Zürich hatte erBnrgrecht, im Lande Schwyz Landrecht. Er mochte noch großeEntwürfe hegen, als er ohne nahe Verwandte starb, und ohneein Vcrmächtniß zu hintcrlaffen.
Indessen zu einer stattlichen Erbschaft finden sich bekanntlich dieErben leicht. Unter denselben erschienen auch, und am eifrigsten,