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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
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Bei dem rothen und schimmernden Lickt desselben entdecktensie auf dem Boden Spuren von dem Rückzug Karls. Nochimmer vernahmen sie von dem Ort ihrer Niederlage das Ge-schrei der Stürmenden, vermischt mit den Glocken von Nancv,welche den Sieg verkündigten und nach etwa fünf Viertel-stunden erreichten sie einen halb gefrvrnen Sumpf, um wel-chen mehrere Leichname herlagen. Der erste, den sie unter-schieden, war der Karl's von Burgund, einst LeS Besitzerseiner so unbegränzten Macht so ungeheurer Reichthümer.Sein Körper war von mehreren Wunden durchbohrt, die ihmverschiedene Waffen beigebracht. Noch hielt er das Schwertin der Hand und die auffallende Wildheit, welche seine Zügegewöhnlich in der Schlacht belebte, war noch auf seinem er-starrten Gesicht zu sehen. Dicht hinter ihm lag die Leichedes Grasen Albert von Geierstein, als waren sie im Gefechtmit einander gefallen; die von Jtel Schreckenwald, dem er-gebenen, aber gewissenlosen Diener des letzteren war wenigSckrilte davon ausgestreckt. Beide trugen die Kleidung derGewappneten bei des Herzogs Leibwache; wahrscheinlich hattensie sich in Liese Verkleidung gesteckt, um das Todesurtheildes geheimen Gerichts zu vollziehen. Man vermutbet, daßeine Abtheiluug von des verrätherisch.n Campobasso's Leutenan dem Scharmützel Antheil nahmen, in welchem der Herzogsiel; denn sechs oder sieben von ihnen und ungefähr eben soviele von des Herzogs Leibwache wurden nahe bei dem Platzegefunden.

Der Graf von Orfvrd stieg vom Pferde und untersuchtedie Leiche seines gefallenen Waffenbruders mit allem Schmerz,welchen ihm die Erinnerung an seine alte Zuneigung einsiößte.Während er sich aber den Gefühlen überließ, welche ein sotrauriges Beispiel gefallener, menschlicher Größe in ihm