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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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Guten oder zum Bösen und am wahrscheinlichsten zum Bösen(weil wir in einer schlimmen Welt leben) steht dem bevor,dessen Gemüthsart so sehr verändert ist. Des alten WeibesGedanke hat sich mir so lebhaft aufgedrängt, daß ich ent-schlossen bin, mich mit eigenen Augen vor dem Grauen desTages zu überzeugen, ob alle unsere Wachen und die Pa-trouillen um's Lager munter sind."

Arthur Iheilte Colvin und Thiebold das Nöthige mitund begab sich dann zur Ruhe.

Cs war vor Tagesanbruch am erste» Januar 1477, einerdurch die Vorfälle, welche sie bezeichneten, für immer merk-würdigen Zeit, als der Graf von Ovford, sein Sohn undColvin, bloS von Thiebold und zwei andern Dienern gefolgt,ihre Runde um das Lager des Herzogs von Burgund be-gannen. Auf dem größer«, Theil ihres Weges fanden sie dieWachen munter und auf ihren Posten. Es herrschte einestrenge Kälte, der Boden war an einzelnen Stellen mitSchnee bedeckt und diesen hatte ein zwei Tage laug an-dauerndes Thauwetter theils geschmolzen, theils war er durcheinen starken Frost in E>s verwandelt worden, welcher amAbend zuvor anfing und noch fortdauerte. Man hätte nichtsTraurigeres sehen können.

Aber wie groß wurde das Erstaunen und die Unruhe deSGrafen von Orford und seiner Begleiter, als sie zu deinTheile des Lagers kaizien, welchen den Tag zuvor Campo-basso mit seinen Italienern besetzt gehabt Wenn man Ge-wappnete und Stradioten zählte, so belief sich seine Schaarauf fast zweitausend Mann aber nirgends wurden sie an-gerufen kein Roß wieherte, keine Feldwache ließ sich er-schauen. Man durchschaute mehrere Hütten und Zelte siestanden leer.