wie ein bedrängter Hirsch, sondern läßt sich erwürgen wie eingejagter Fuchs/'
„Tod und Hölle, lügnerischer Verräthcr!" donnerte derHerzog, blickte auf seine Seite und nahm wahr, daß er keineWaffe hatte. — Es ist gut für dich, daß ich kein Schwerttrage, sonst würdest du niat geben und dich rühmen können,deine Frechheit sei unbestraft geblieben. — Contay, tretet vorwie ein guter Ritte, und widerlegt diesen Verläumder. Sagt,sind meine Soldaten nicht wohl gerüstet, halten sie keineZucht und Ordnung's"
„Mein gnädiger Herr," sagte Contay und zitterte trotzseiner Tapferkeit in der Schlackt vor der rasenden Wuth. dieKarl an de» Tag legte; „Ihr habt noch riete Soldaten unterEurem Befehl, aber ihre 'Aufführung verdient Tadel und siehalten schlechtere Maunszucht als sonst der Fall war."
„Ich sehe es — ich sehe es," sagte der Herzog; „fauleund schlechte Nathgeber seid Ihr alle. — Hört, Herr vonContay, zu was seid Ihr denn da, Ihr und die Andern, dieIhr so große Ländereien und ansehnliche Lehen von uns tra-get, wenn ich meine Glieder nicht auf einem Siectbett auS-strecken kann, jetzt, da mein Herz kalb gebroden ist. ohnedaß meine Truppen in eine schimpfliche Unordnung gerathen,die mich dem Spott und den Vorwürfen jedes fremden Bett-lers ausfetzt?"
„Mein gnädiger Herr," versetzte Contay mit mehr Festig,feit, „wir haben getha», was wir konnte». Aber Euer Gna-den hat die Generale Eurer Soldner und die Anführer derFreifchaaren gewöhnt, ihre Befehle nur aus eigenem Mundeoder Eurer eigenen Hand anzunehmen. Sie verlangen auchihren Sold, und der Schatzmeister weigert sich, ihn ohne An-weisung von Euer Gnaden herauSzugeben, er behauptet, eSAnna v. Geleistet» ul. 16