zu schließen, nahm der eigensinnigste aller Fürsten den Planwieder auf, in die Schlupfwinkel der Alpen einzudringen unddie Bergbewohner in ihren eigenen Bollwerken zu züchtigen,obgleich er durch die Erfahrung hätte belebrt sein können,wie gefährlich, ja verzweifelt ein solcher Versuch war. Solauteten die Nachrichten, welche Oxford und sein Sohn inder Mitte des Sommers, bei ihrer Rückkehr nach Aix, er-hielten, dahin daß der Herzog Karl bis Murten, am Seegleiches NamenS, gerade am Eingänge in die Schweiz vor-gerückt sei. Hier, besagte der Bericht, führte Adria» vonBlibenberg, ei» aller Nilter von Bern, den Befehl, undleistete den hartnäckigste» Widerstand, i» der Erwartung deSEntsatzes, welchen seine Landsleute in Eile versammelten.
„Ach, mein alter Waffenbruder!" sagte der Graf zuseinem Sohne, als er diese Zeitungen vernahm, „diese bela-gerte Start, diese abgeschlagenen Stürme, die Nähe einesfeindlich gesinnten Landes bedrohen dich mit einem zweitenTheil des Trauersviels von Grausen, der vielleicht noch un-glücklicher ausfällt, als selbst der erste."
In der letzten Woche des Juni wurde die Hauptstadt derProvence durch eines der unverbürgten, aber allgeniein ange-nommenen Gerüchte in Bewegung gesetzt, welche große Ereig-nisse mit unglaublicher Geschwindigkeit verbreiten, wie einApfel, der durch eine Anzahl von Leuten von Hand zu Handgeworfen wnd, einen gegebenen Raum unendlich schnellerdurchläuft, als wenn er durch die raschesten Eilboten fortge-lragen würde. Der Bericht verkündigte eine zweite Nieder-lage der Burgunder, und das in so übertriebenen Ausdrücken,daß der Graf von Oxford versucht war, den größeren Theilder Nachricht, wen» nicht LaS Ganze, für erdichtet auzusehen.