Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
216
Einzelbild herunterladen
 

216

an welchem die Ueberreste heidnischer Tempel zu der Prachteines christlichen Bauwerks beigetragen haben. Das weiteSchiff war gehörig beleuchtet und das Leichenbegängniß mitso viel Prastt ungeordnet, als Air zu entwickeln vermochte. Beider Durchsuchung der Papiere der Königin fand sich, daß esMargarethen durch ein eingezogenes Leben und durch Ver-wendung ihrer Juwelen zu diesem Zwecke möglich gewordenwar, ihren wenigen englischen Begle.tern einen anständigenLebensunterhalt zu sickern.

Ihr Diamantenkalsband, welches nach einer Angabe in ih-rem letzten Willen sich in den Händen eines englischen Kauf-manns, NamenS Johann Philipson, oder seines Sohnes be-fand, oder de» Preis, den man durch den Verkauf oder dieVerpfändung desselben erzielte, hinterließ sie dem genanntenJohann Philipson und seinem Sohne Arthur, mit der Ver-pflichtung für die Erben, daß sie den Plan verfolgen sollten,an dessen Durchführung sie arbeiteten. Wenn diese unmöglichwürde, so sollten sie es für ihren eigenen Nutzen und Gewinnverwenden. Mit der Sorge für das Leichenbegängniß hattesie Arthur, genannt Philipson, betraut und die Bitte hinzu-gefügt, es völlig nach den in England üblichen Gebräuchenzu vollziehen. Die Ucbertragung dieses Geschäfts war in ei-nem Zusatz zu ihrem Testament ausgesprochen und erst anihrem Todestage unterzeichnet worden.

Arthur beeilte sich, Thiebvld als besonderen Boten mitrinem Brief an seinen Vater abgehen zu lassen. Er theilteihm darin in Ausdrücken, die nach seiner Ueberzeugung ver-standen werden mußten, eine ltebersicht alles dessen, was seitseiner Ankunft in Air geschehen war, besonders aber den Todder Königin.

Am Schluß verlangte er Anweisungen darüber, wohin er