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18 (1851) Anna von Geierstein
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barde mit in den Tanzsaal gebracht. Ihr Gewicht, ihreGröße und Dicke bedeutete wenig Gutes für Jeden, den derEigenthümer bei einem Spaß auf seine Kosten entdeckt hätte.Aber Sigmund richtete diese Nacht weiter keinen Schadenan, als daß er bei einem prächtigen Satz mit seinem ganzenGewicht auf den niedlichen Fuß seiner schönen Tänzerin tratund diesen fast in Stücke zerquetschte.

Arthur hatte bisher im Laufe des Abends vermieden,nach der Königin Margarethe zu blicken, um ihre Gedankennicht von dem Gang abzubringen, den sie genommen hattenund sich nicht den Anschein zu geben, als bäte er sie uni ihrenSchutz. Aber es lag bei dem zuletzt erzählten Vorgang etwasso Spaßhaftes in der verdutzten Miene des ungeschicktenSchweizers, daß er sich nicht enthalten konnte, verstohlennach der Ecke hinzuschauen, wo der Staatssessel der Königinstand, um zu sehen, ob sie denselben bemerkte. Ihr Anblickfesselte aber im Augenblick seine ganze Aufmerksamkeit. Mar-garethens Kopf war auf den Stuhl zurückgelehnt, ihre Augenstanden halb offen, ihre Züge waren verzogen und verzerrt,ihre Hände fest geschlossen. Die englische Chrendame, diehinter ihr stand alt, taub und fast blind, hatte nichtsin der Haltung ihrer Gebieterin bemerkt, als die Zerstreuungund Gleichgültigkeit, mit welcher die Königin den Festlich-keiten des provencalischen Hofes, körperlich gegenwärtig undgeistig abwesend, beizuwohuen pflegte. Als aber Arthur ingroßer Unruhe hinter den Sitz trat und ihre Aufmerksamkeitauf ihre Gebieterin lenkte, rief sie nach minutenlanger Unter-suchung:Heilige Muttergottes, die Königin ist todt!" Undso war es. Es schien, die letzte Lebensfaser in diesem stolzenund ehrgeizigen Geiste sei, wie sie selbst prvphezeiht, zugleichmit dem letzten Faden der politischen Hoffnung zerrissen.