bezahlte? Die Hälfte — drei Viertel — oder das Ganze?Alles stand ihr zu Diensten.
„Ach mein theurer Vater," sagte Margarethe, „es sindnicht meine, sondern Eure eigenen Angelegenheiten, von denenich mit Euch zu sprechen wünsche."
„Wenn es Sachen sind, die mich betreffen," versetzteKönig Nene, „so steht es mir gewiß frei, sie auf einen an-dern—auf einen trüben Regentag zu verschieben, der zu nichtsBesserem gut ist. Sieh, meine Liebe, die Falkner sitzen schonzu Pferde und sind bereit — die Rosse wiehern und stampfe»— die Herren und Frauenzimmer sind auch ausgestiegen undhaben schon die Falken auf der Faust, die Hunde werde»ungeduldig an der Leine. Es wäre eine Sünde, bei sogünstigem Wind und Wetter den lieblichen Morgen zu ver-lieren. "
„Laßt sie ihres Wegs reiten," entgegnete Margarethe,„und ihrer Jagd nachgehen; denn bei dem Gegenstand, vo»dem ich zu reden habe, handelt es sich von der Ehre unddem Rang, von dem Leben und den Mitteln des Unter-halts."
„Ja, ich habe aber Calezon und Johann von Aigues-Mortes, die zwei berühmtesten Troubadours anzuhören undzwischen ihnen zu entscheiden."
„Verschiebt ihren Streit bis morgen," erwiederte Mar-garethe, „und verwendet eine oder zwei Stunden auf drin-gendere Angelegenheiten."
„Wenn du darauf bestehst," versetzte König Rens, „soweißt du wohl, mein Kind, daß ich nicht Rein sagen kann."
Und mit innerem Widerstreben gab er den FalknernBefehle, abzugehen und ihre Jagd zu verfolgen, da er sieheute nicht begleiten könnte.