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18 (1851) Anna von Geierstein
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auch das Lachen über eine Stellung, in welcher die Tochterund der Vater sich so sonderbar ausnahmen.

Margarethe haßte alles Lächerliche und war sich wohlbewußt, daß ihre dermalige Lage sich wenigstens durch ihreOeffentlichkeit komisch genug ausnahm; sie gab Arthur'n, densie im Gefolge des Königs erblickte, ein Zeichen, zu ihr zukommen, bediente sich seines Arms, um aufzustehen undflüsterte ihm auf Englisch zu:Welchen Heiligen soll ich an-flehen, mir die Geduld zu bewahren, deren ich so sehr be-darf?"

Um Gottes Willen, königliche Frau, nehmt alle EureGeistesgegenwart und Ruhe zu Hilfe," antwortete leise ihrKnappe, der sich in diesem Augenblick mehr verlegen fühlte,als geehrt durch seinen ausgezeichneten Dienst; denn es konnteihm nicht entgehen, daß die Königin vor Ungeduld und Ver-druß zitterte.

Zuletzt traten sie ihren Weg in den Palast wieder an.Vater und Tochter Arm in Arm. Dies war für Margaretheangenehm; sie vermochte es über sich, den Erguß der Zärt-lichkeit ihres Vaters und den allgemeinen Ton seines Ge-sprächs zu ertragen, da er von Andern nicht gehört wurde.In gleicher Weise ließ sie sich mit lobenswerther Geduld dielästigen Aufmerksamkeiten gefallen, die er ihr bei Tische er-wies; sie begrüßte die vornehmsten von seinen Höflingen,fragte nach andern, brachte den Lieblingsgegenstand seinerUnterhaltung, die Dichtkunst, zur Sprache, die Malerei unddie Musik, bis der gute König so entzückt war über die un-gewohnte Artigkeit seiner Tochter, als je ein Liebender überdas Geständniß der Zuneigung seiner Gebieterin, wenn nachZähren eifriger Bewerbung das Eis ihres Busens endlichaufgethaut ist. Es kostete die hochmüthige Margarethe An-

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