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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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Seen, wohin die Hitze und Trockenheit des Klimas die Men-schen natürlicherweise führten.

Der Rest der Landschaft bot ähnliche Gegenstände, wenndas Wetter hell war; aber jetzt machte sie der dichte Schattender herankommenden Wolken undeutlich oder verwischte stevöllig. Das Gewölke dehnte sich nach und nach über dengrößten Theil des Horizonts hin und drohte, die Sonne völligzu verdunkeln, obgleich die Königin des Himmels noch fürBehauptung ihres Einflusses kämpfte und wie ein sterbenderHeld gerade im Augenblicke des Unterliegens sich am schön-sten ausnahm. Schauerliche Töne, wie Stöhnen und Heulenbrachte der Wind in den zaalreichen Höhlen des Felsgebirgshervor. Sie vermehrten die Schrecknisse des Auftritts undschienen die Wuth eines fernen Sturms anzukündigcn, obgleichdie Lust im Allgemeinen ungewöhnlich ruhig und bewegungs-los war. Beim Hinblick auf dieses außerordentliche Schau-spiel gab Arthur den Mönchen völlig Recht, welche sich diesewilde und sonderbare Lage ausgesucht hatten. Sie konntenvon da aus die Natur in ihren erhabensten und furchtbarstenKraftäußerungen beobachten und die Nichtigkeit des Menschenmit ihren ehrfurchtgebietenden Zuckungen vergleichen.

Arthur war so ergriffen von dem Anblick, der vor ihmlag, daß er im Anschauen von dem Söller beinahe das wich-tige Geschäft vergessen hätte, welches ihn hergeführt. Es tratihm aber augenblicklich wieder ins Gedächtnis' zurück, als er sichvor Margarethe von Anjou fand, die ihn in dem Empfangs-zimmer nicht gesehen hatte und auf den Balkon getreten war,um schneller mit ihm zusammenzutreffen.

Die Königin war schwarz gekleidet und trug keinenSchmuck, als einen zollbreiten Goldreif, der ihre langenschwarzen Flechten zurückhielt. Die zunehmenden Jahre und