um an der ernsten und frommen Handlung Theil zu nehme»,die sie erwartete. Kaum erschien sie aber auf dem freien Platzvor dem Pallast, als sich mehr als hundert Masken, Türken,Juden, Sarazenen, Mohren und ich weiß nicht was noch, unisie her drängten, um ihr, als der Königin von Saba, ihreHuldigung darzubringen. Ein wunderliches Musikstück fordertesie auf, sich zu einem spaßhaften Tanz aufznstellen, währenddessen sie die Königin in der ergötzlichsten Weise und mit denungereimtesten Geberden anredeten. Die Königin ward von demLärm ganz betäubt, durch die Ausgelassenheit des unerwarte-ten Angriffs beleidigt und wäre gerne in den Pallast zurück-gegangen, aber die Thore waren auf Befehl des Königs ge-schloffen worden, sobald sie herausgetreten war. So blieb ihrder Rückzug in dieser Richtung abgeschnitten. Da sie sich vondem Pallast ausgeschlossen fand, trat die Königin auf die Vor-derseite desselben und suchte durch Zeichen und Worte dasGetöse zum Schweigen zu bringen, aber die Masken, diedazu angewiesen waren, antworteten blos mit Gesang, Musikund Geschrei."
„Ich wollte," sagte Arthur, „eS wäre» ein paar Dutzendenglischer Bauern mit ihren kurzen Prügeln da gewesen, umdie kreischenden Schurken Achtung für eine Frau zu lehren,welche die Krone von England getragen hat."
„Aller Lärm, der zuvor gemacht wurde, war Stille undsanfte Musik," fuhr Thisbold fort, „gegen den der sich erhob,als der gute König selbst in dem wunderlichen Aufzuge desKönigs Salomo erschien."-
„Mit dem er unter allen Fürsten am wenigsten Aehnlich-keit hat," sagte Arthur.
„Er machte solche Sprünge und Geberden, um die Köni-gin von Saba zu begrüßen, daß sie, wie mich Augenzeugen