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18 (1851) Anna von Geierstein
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lich, besonders für gut aussehende Fremde, wie Ihr, meinHerr."

Aber seine Diener," sagte Arthur,werden mich nichtin seine Halle lassen?"

Seine Halle!" wiederholte Thiebold,was für eineHalle?"

Nun, die des Königs Rens meine ich. Wenn er ineinem Kamin spazieren geht, so kann es bloS in dem anseiner Halle Statt finden, und ein hübscher Kamin mußes sein, wenn er Platz zu einer solchen Bewegung darinfindet."

Ihr versteht mich nicht recht," versetzte der Führerlachend.Was wir König Rene's Kamin nennen, ist jeneschmale Brustwehr; sie lauft zwischen diesen zwei Thürmenhin, ist nach der südlichen Seite hin offen und in jeder andernRicktung geschlossen. Nun ist es sein Vergnügen da herum-zulaufen und sich am kühlen Morgen, wie der heutige, vonder Sonne bescheinen zu lassen. Das nährt, wie er sagt,seine poetische Ader. Wenn Ihr Euch seinem Spaziergangnähert, so wird er gleich mit Euch reden, wenn er nicht ge-rade mit Versemachen beschäftigt ist."

Arthur konnte ein Lächeln nicht unterdrücken, wenn ersich einen achtzigjährigen König dachte, der vom Mißgeschickgebeugt und von Gefahren umringt war, sich aber doch da-mit belustigte, auf einer offenen Brustwehr spazieren zu gehenund im Beisein aller seiner ergebenen Unterthanen, die Lustzum Zusehen hatten, Reime schmiedete.

Wenn Ihr auf diesem Weg ein paar Schritte weitergeht," sagte Thiebold.so könnt Ihr den guten KönigRen« sehen und beurtheilen, ob Ihr ihn jetzt anreden könnet