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„Nun, so sprecht sie aus, in welchen Ausdrücken Ihrwollt — der lügt in seinen Hals, der sagt, Karl von Bur-gund sei je durch den Ralh eines wohlmeinenden Freundesbeleidigt worden."
„Ich würde also gesagt haben," versetzte der englischeGraf, ..alles was Margarethe von Anjou zu fürchten habesei, daß sich der Herzog von Burgund in dem Augenblick,wo er seine Rüstung umschnallen, die Provence für sich ge-winnen und durch seinen mächtigen Beistand ihre Rechte aufEngland zu bebaupten im Stande wäre, von so wichtigenGegenständen durch den unklugen aber eifrigen Wunsch abbrin-ge» lassen könnte, für eingebildrteEBeleidigungen Rache zu neh-men, die ibm seiner Bermuthunz nach von gewissen Genossen-schaften unter den Alpenbewohnern angetvan' worden. UndLoch würde er über diese weder einen wichtigen Vorkbeildavon tragen, oder sich Ruhm erwerben tonnen, wohl aberGefahr laufen, veide zu verlieren. Diese Leute wobnen inFelsen und Einöden, die fast unzugänglich sind und führeneine so armselige Lebensweise, daß der ärmste Eurer Unter-thanen Hungers sterbe, wenn man ihm eine solche Kost reichte.Sie bilden die natürliche Besatzung der Bergfesten, in welchedie Natur sie gesetzt hat; — um des Himmels willen, laßtEuch nicht mit ihnen ein, sondern ver olget Eure eigenen undwichtigeren Plane, ohne in ein Nest von Hornissen zu greisen,die Euch, einmal in Bewegung, bis zum Wahnsinn stechenkönnten."
Der Hersog hatte Geduld versprochen und versuchte seinWort zu tzalten; aber die geschwollenen Gesichtsmuskeln undseine funkelnden Augen bewiesen, wie schwer es ihm wurde,seinen Zorn zu meistern.