Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
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Und nun, Arthur," sagte sein Vater,müssen wir unsabermals trennen. Ich wage es in diesem gefährlichen Landenicht, dir einen Brief an meine Gebieterin, die Königin Mar-garethe mitzugeben; aber sage ihr, ich habe den Herzog festan seinem eigenen Vortheil haltend, aber nicht abgeneigt ge-funden, ihn mit dem des Hauses Lancaster zu verbinden.Sag' ihr, ich zweifle kaum daran, daß er uns die verlangteUnterstützung gewähre, aber nur wenn der König Nenä undsie selbst zu seinen Gunsten abdanke. Sag' ihr, ich würdeihr niemals zu einem solchen Opfer für die unsichere Mög-lichkeit, den Thron des Hauses Dork umzustürzen, gerathenhaben, wenn ich nicht fest überzeugt wäre, daß der Königvon Frankreich und der Herzog von Burgund, wie zwei Geierüber die Provence schweben, und daß der eine oder der an-dere, oder beide bei ihres Vaters Ableben bereit sind, überdie Besitzungen herzufallen, die sie ihm während seines Lebensnur ungern lassen. Eine Uebereinkunft mit dem Herzog vonBurgund kann uns also einerseits seine thätige Mitwirkungbei der Unternehmung auf England sichern; und auf der an-deren Seite wird, wenn unsere edle Gebieterin nicht in dieForderung des Herzogs willigt, die Gerechtigkeit ihrer Sacheihren Erbrechten auf ihres Vaters Besitzungen keine größereSicherheit verleihen. Bitte also die Königin Margarethe, siesolle sich, wenn sie nicht ihre Absichten geändert hat, vonKönig Renö eine förmliche Urkunde verschaffen, worin er mitihrer eigenen, ausdrückliche» Zustimmung seine Güter demHerzog von Burgund abtritt. Das nöthige Einkommen fürden König und sie selbst, könne Ihre Gnaden nach eigenemGutdünken festsetzen und auf der Urkunde ausfüllen oder auchRaum dafür lassen. Ich kann darauf bauen, daß des Herzogs