Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
61
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Ihr ?" schrie der Herzog.Ihr, der Gefährte elenderSchweizer Bauern? Das Unglück hat den Stolz des engli-schen Adels grausam gebeugt, wenn Ihr solche Gefährtenwählt."

Der Zufall hat mich unter sie geworfen," antworteteder Graf.Einige von ihnen sind aus edlem Blut und über-dieß Männer, für deren friedliche Absichten ich mich selbst zuverbürgen gewagt habe."

Bei meiner Ehre, gnädiger Herr von Orford, Ihr habtihnen viel Ehre angethan und mir nicht weniger, da IhrEuch zum Vermittler zwischen den Schweizern und mir auf-werfet. Glaubt mir. Euch zu sagen, es ist eine Gefälligkeitvon mir, wenn ich Euch Rücksicht auf frühere Freundschaft ge-statte, mir von Euren englischen Angelegenheiten zu sprechen.Mich dünkt, Ihr könntet mich mit Eurer Meinung über Ge-genstände verschonen, die Euch von Haus aus nichts angehen."

gnädiger Herr von Burgund," erwiederte Orford.Ichbin Euren Fahnen bis Paris gefolgt und habe das Glück ge-habt, Euch in der Schlacht bei Montl'he'ry zu retten, daIhr von französischen Geharnischten umringt wäret."-

Wir haben es nicht vergessen," sagte Herzog Karl;undes ist ein Zeichen, wie wir die That im Gedächtniß behalten,daß wir Euch so lange vor uns die Sache einer Bande vonSchuften vertheidigen lassen. Und Ihr verlangt von uns,ihnen den Galgen zu ersparen, der ihrer wartet, weil sie dieReisegefährten des Grafen von Orford gewesen sind."

Nicht so gnädiger Herr. Ich bitte um ihr Leben, weil sieauf einer friedlichen Botschaft begriffen sind und die Häupterderselben wenigstens keinen Antheil an dem Verbrechen haben,über welches Ihr Euch beklaget."