Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
52
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rückbezahlt, welche ihr Eure Freundschaft in ihrer Nvth vor-schießen soll."

Ha, ha," rief der Herzog,meint unsere Bale wirsollen auf Pfänder leihen und mit ihr schachern wie ein jüdi-scher Wucherer mit seinem Schuldner? Indessen, Orford, istes meiner Treu' möglich, daß uns diese Diamante nöthigwerden, denn wenn ich mich entschließe, in Eure Plane ein-zugehen, so könnte es leicht geschehen, daß ich selber Geldentlehnen müßte, um den Bedürfnissen meiner Base abzu-helfen. Ich habe mich an die Stände des Herzvgthums ge-wendet, die eben versammelt sind und erwarte, wie das billigist, einen bedeutenden Zuschuß. Aber es gibt unruhige Köpfeund geschloffene Hände unter ihnen und sie .könnten dieKnauser spielen darum legt nur die Juwelen unterdessenauf den Tisch. Nun, setzt einmal den Fall, ich habe nichtsaus dem Beutel zu verlieren bei dieser Handlung der fah-renden Ritterschaft, wie Ihr sie vorschlaget; die Fürsten fan-gen keinen Krieg an, wenn nicht irgend welcher Vortheil inAussicht steht."

Höret mich, edler Fürst. Eure Absicht geht natürlichauf Bereinigung der weiten Länder Eures Vaters mit denen,welche Eure Kriege hinzugefügt, um daraus ein geschlossenesHerzogthum zu bilden."

Nennt es ein Königreich," fuhr Karl dazwischen;dasist das bessere Wort."

Ein Königreich, dessen Krone sich eben so schön ausEurer Gnaden Stirn ausnehmen wird, als die von FrankreichEurem gegenwärtigen Lehensherren, Ludwig, ansteht."

Es bedarf nicht so viel Schlauheit, als Ihr besitzt, umzu errathen, Laß das meine Absicht ist," sagte Karl;-warumwäre ich sonst hier, den Helm auf dem Kopf, das Schwert