Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
17
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Ich Fräulein? Nein ich weiß nichts von Straß-burg und seinen Herbergen und glaube auch, die meisten vonunseren Leuten sind eben so unwissend darin als ick."

Wenigstens sprecht ihr eben so gut deutsch wie sie."erwiederte die Freiin trocken,und könnt leichter als einFremder Euch erkundigen. Geht, Herr, und vergeßt nicht,daß die Gefälligkeit gegen einen Fremden eine Vorschrift derReligion ist."

Mit dem Achselzucken, welches das Mißfallen an einemAuftrag ausspricht, ging Jtel einige Nachforschungen anzu-stellen und so kurz auch seine Abwesenheit war, Anna ergriffdie Gelegenheit um Arthur'n zuzuflüstern,lebet wohl,ebet wohl! Nehmt dieses Zeichen der Freundschaft an undtraget es mir zu Liebe. Mvget Ihr glücklich sein!"

Ihre zarten Finger ließen ein ganz kleines Päckchen inseine Hand gleiten. Er wandte sich ihr zu danken aber siewar schon ziemlich weit weg; und Schreckenwald, der stattihrer an seine Seite getreten war, sagte mit seiner rauhenStimme,kommt, mein Herr, ich habe den Platz herausge-funden, auf den Ihr bestellt seid, und es bleibt mir nur wenigZeit, bei Euch den Cermonienmeister zu machen."

Er ritt hierauf Arthur'n voraus und dieser folgte ihm aufseinem Streitroß schweigend bis zu der Stelle, wo eine breiteStraße sich mit derjenigen vereinigt oder kreuzt, welche sievon ihrem Landungsplätze hergeführt hatte.

Dort baumelt der fliegende Hirsch," sagte Ziel und wiesauf ein ungeheures Schild das an einem mächtigen Holz-gestell befestigt, fast die ganze Breite der Straße einnahm.Ich denke, Ihr werdet Len Weg kaum verfehlen, mit einemsolchen Wegweiser vor dem Gesicht."

'Anna v. Gciersiein m.

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