Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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noch ein Weib ich bin ein ausgewachsener Mann, undbereit, bei der Vertheidigung Eures Fräuleins so gute Dienstezu leisten, als die Mannheit vermag."

Wenn wir auch nicht an Eurer Tapferkeit und Geschick-lichkeit zweifeln, junger Herr," entgegnote Schrcckenwald,wer soll denn für Eure Treue gut stehen?"

An jedem anderen Orte," rief Arthur,wäre es ge-fährlich, fie in Zweifel zu ziehen."

Aber Anna trat zwischen beide.Da wir so früh ab-reisen müssen," sagte sie,so ist es Zeit, in's Bett z» gehen.Schreckenwald, ich verlasse mich darauf, daß Ihr sorgfältigeWache haltet Ihr habt wenigstens dazu Leute genug.Und höret mich wohl an. Es ist mein Wunsch und Wille,daß dieser Fremde heute hier übernachtet und daß er morgenmit uns reist. Dafür übernehme ich die Verantwortlichkeitbei meinem Vater und Eure Aufgabe ist blos, meinem Be-fehl zu gehorchen. Ich habe Gelegenheit gehabt, des jungenMannes Vater und ihn selbst kennen zu lernen. Sie sindalte Gäste meines OheimS, des Landammanns. Auf derReise werdet Ihr den Jüngling Euch zur Seite behalten undso höflich gegen ihn sein, als es Euer rohes Wesen erlaubt."

Itel Schreckenwald gab seine Einwilligung mit einemerbitterten Blick, den wir umsonst zu beschreiben versuchenwürde». Er drückte Trotz, Verdruß, gedehmüthigten Stolzund widerstrebende Unterwürfigkeit aus. Er gehorchte indessenund führte Arthur in ein anständiges Gemach mit einemBette, welches die Anstrengung und Aufregung des ver-gangenen Tages sehr annehmbar machten.

Trotz der Ungeduld, mit welcher er den Anbruch desTages erwartete, versenkte ihn die Müdigkeit in tiefen Schlaf,bis sich der Osten rvthete und Schreckcnwald ihm zuschrie: