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die lebhafteste Unruhe, die ihn aufregte, unter dem Anscheinder ehlerbietigen Ruhe zu verbergen, welche ein Mann vonniederem Stand annimmt, wenn er vor einen Höheren tritt.Anna ihrer Seils schien sich auf eine Zusammenkunft vorzu-bereiten. Eine Miene voll bewußter Würde, folgte der un-gewöhnlichen Erregung, die sie erst kürzlich verrathen hatte.Sie beschäftigte sich mit einer weiblichen Arbeit und schiendem Besuch, welcher ihrer Dienerin so viel Bangigkeit ver-ursacht, mit Ruhe eutgegenzusehen.
Jetzt vernahm man auf der Treppe einen eiligen undungleichen Schritt, wie von einem der eben so bestürzt alseilig ist; die Thüre flog auf und Jtel Schreckenwald tratherein.
Dieser Mann, mit dem der Leser Lurch die Erzählungbereits einigermaßen bekannt ist, welche der alte Philipsondem Landammann von ihm gemacht, war groß, gut gebautund hatte ein soldatisches Aussehen. Sein Anzug glich demder Leute von Stand, wie man ihn damals in Deutschlandtrug, hatte aber mehr Farben und Verzierungen, mehrSchlitzen und Zacken als die Kleider die man in England undFrankreich zu sehen bekam. Die nie fehlende Habichtsfederschwankte von seinem Barett und war mit einem Medaillonfestgcmacht, welches als Schnalle diente. Sein Wamms warvon Büffelleder des besseren Schuhes wegen, aber nach demSchneiderausdruck mit reichen Schnüren an jeder Naht besetzt.Auf der Brust hing ihm eine goldene Kette, das Zeichen sei-nes Rangs im Hause des Grafen. Er kam hastig, mit un-zufriedener und geschäftiger Miene herein und sagte ziemlichgrob. — „Was ist das, Fräulein? Was soll das heißen?Fremde im Schloß zu dieser Stunde der Nacht?"