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18 (1851) Anna von Geierstein
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die in ihrer derben Weise mit ihm zu streiten wünschten.Und wenn eine rohe Bemerkung oder ein plumper Scherzgegen den Sohn gerichtet wurde, so funkelte sein Auge, seineWange röthete sich und nur ein Blick seines Vaters hielt diezornige Erwiderung zurück, die ihn auf der Zunge saß."

Ihr habt sehr genau auf ste Acht gegeben," sagte Känn-chen.All das mag wahr sein, aber ich habe es nicht be-merkt. Ich wiederhole jedoch, was liegt daran? Wenn Ar-thur einen hübschen Namen führt und in seinem Vaterlandeadelig ist, seid Ihr nicht die Baronesse von Arnheim? Undich will frei gestehen, ein solcher Titel ist etwas werth, wenner den Weg zu einer Heirath ebnet, die, wie ich glaube.Euer Glück machen würde ich hoffe das, sonst würde ichnicht dazu helfen."

Ich glaube dir, mein getreues Veilchen; aber ach! wiekannst du in dem Zustande natürlicher Freiheit, in welchemdu aufgewacksen bist, den Zwang kennen oder dir nur imTraum vorstellen, welchen diese vergoldete oder goldene Kettedes Rangs und Adels denen auferlegt, die ste, wie ich fürchte,eben so sehr fesselt und belastet als schmückt? In jedemLande verpflichten die Auszeichnungen des Ranges die Men-schen zu gewissen Pflichten; ste können Beschränkungen mitstch führen, die eine Verbindung in fremden Ländern verhin-dern ste mögen die Leute oft abhalten, ihre Neigungen zuNathe zu ziehen, wenn sie stch in ihrem eigenen Land ver-heirathen. Sie führen zu Bündnissen, bei denen das Herznicht zur Sprache kommt, zu Eheverträgen, welche eingeleitetund abgeschlossen werden, während die Parteien noch in derWiege liegen oder am Gängelband geführt werden Treueund Glauben verpflichten aber darum nicht weniger zu Hal-tung derselben. Etwas derartiges kann in dem gegenwärti-