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18 (1851) Anna von Geierstein
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der Nahe des zerfallenen Schlosses Geierstein an den Taggelegt. Kaum war er in das Fenster hinein, als Kännchenihre Maske abnahm und ihn willkommen hieß in Oeutsch-land bei alten Freunden mit neuen Namen.

Anna von Geierstein," sagte sie,ist nicht mehr; aberalsbald werdet Ihr die Baronesse von Arnheim sehen, dieihr außerordentlich ähnlich ist, und ich, die man in der SchweizAnneli hieß, da ich noch die Dienerin einer Dirne war, dieman kaum höher achtete, als mich selbst, ich bin jetzt dieKammerfrau der jungen Baronesse und halte Jedermann, der'von geringerem Stande ist, in geziemender Entfernung."

Wenn Ihr unter diesen Umständen," sagte der jungePhilipson,den Einfluß besitzet, der Eurer Stellung gebührt,so erlaube ich mir die Bitte an Euch, der Baronesse, wiewir sie jetzt nennen müssen, zu sagen, daß ich mich bei ihreindränge, weil ich nicht wußte, daß sie dies Schloß be-wohnte."

Still, still!" sagte das Mädchen lachend;ich weißbesser, was ich zu Eurer Empfehlung sagen muß. Ihr seidnicht der erste, arme Kaufmann, der sich die Gunst einergroßen Dame erworben; aber ich rathe Euch, keine demüthigeVertheiLigung loszulaffen, und von unabsichtlichem Eindringenzu sprechen. Ich will ihr von einer Liebe sprechen, dis derganze Rhein nicht loschen könne, die Euch hierher getriebenund Euch nur die Wahl gelassen habe, entweder daher oderzu Grunde zu gehen."

Aber Kännchen, Kännchen!"

Pfui doch! Seid Ihr nicht gescheid? Kürzt den Namenab ruft Anna, Anna! Und es ist mehr Ausstcht vorhanden,daß Ihr Antwort bekommet."