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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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welchem sich solche vorfinden, wie Studenten auf einer Uni-versität einen Satz aus der Logik abhandeln. Der Anklägerwirft mir vor, ich habe zn Turin oder sonstwo im Nordenvon Italien meinen Tadel über die Einrichtung ausgespro-chen, nach welcher ich jetzt gerichtet werde. Ich will nichtläugnen, Laß ich mich an Etwas der Art erinnere; aberes geschah in Folge einer Frage, welche ich, gewissermaßengezwungen, zweien Gästen beantwortete, mit denen ich znTische saß. Man drang lange und ernstlich in mich, ehe ichmeine Ansicht Preis gab."

„Und war diese Ansicht dem heiligen und geheimen Vehm-gericht günstig oder nicht?" fragte der Vorsitzende Richter.„Laß die Wahrheit deine Zunge regieren — bedenk', das Le-ben ist kurz, das Gericht ewig."

„Ich möchte mein Leben nicht um eine Lüge erkaufen.Meine Meinung war ungünstig und ich drückte mich so aus:Kein Gesetz, kein Gerichtsverfahren kann gerecht oder empfeh-lenswerth sein, wenn es blos mittelst einer geheimen Ver-bindung besteht und geübt wird. Ich sagte, die Gerechtigkeitkönne blos im Freien leben und bestehen, und wenn sie auf-höre, öffentlich zu sein, so arte sie in Rache und Haß aus.Ich erklärte ein System, von welchem Eure eigenen Rechts-gelehrten gesagt haben:

Kua kruter u kretre, non bospes sl> bospils kutus

laufe den Vorschriften der Natur zu sehr zuwider, um mitdenen der Religion in Einklang gebracht oder von ihnen ge-regelt zu werden."

') Sicher ist nicht der Gast vor'm Wirth, nicht Bruder vor Bruder.

D. Uebers.

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